Ein-Euro-Jobs können die Beschäftigungsfähigkeit von Teilnehmern erhöhen

Die IAB-Forscher haben die Einsatzbetriebe auch gefragt, weshalb ein Ein-Euro-Job die Chancen auf eine reguläre Beschäftigung in den verbleibenden Fällen nicht erhöht. 16 Prozent der Einsatzbetriebe nannten als Grund, dass die Maßnahme nicht dazu ausgelegt ist, persönliche Probleme der Teilnehmer zu lösen.

Gut 15 Prozent der Betriebe gaben an, dass die Teilnehmer zu wenig qualifiziert sind. Weitere Nennungen waren, dass die Ein-Euro-Jobs nicht den Anforderungen einer regulären Beschäftigung entsprechen (knapp 15 Prozent), die Teilnehmer zu arbeitsmarktfern sind (elf Prozent) oder Ein-Euro-Jobs zu wenig zusätzliches Wissen vermitteln (neun Prozent).

Bei der Frage, welche Maßnahmen zu einer Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Ein-Euro-Jobber beitragen könnten, nannten 60 Prozent der Einsatzbetriebe ergänzende berufsfachliche Qualifizierungen. An zweiter Stelle kamen mit 53 Prozent Motivationstrainings, an dritter Stelle mit 40 Prozent Kommunikationstrainings.

Etwa die Hälfte der Einsatzbetriebe beurteilt die Teilnehmer als geeignet für eine Beschäftigung im selben Tätigkeitsfeld auf dem ersten Arbeitsmarkt. Vier von fünf Betrieben geben an, dass die Teilnehmer für den Ein-Euro-Job geeignet sind.

2014 nahmen mehr als 250.000 Personen an Ein-Euro-Jobs teil. Bei den Einsatzbetrieben handelt es sich in der Regel um öffentliche bzw. gemeinnützige Betriebe und Vereine.

http://doku.iab.de/kurzber/2015/kb2315.pdf

Ansprechpartner für Medien

Wolfgang Braun idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Informationen:

http://www.iab.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen

Aktuelle und interessante Meldungen und Entwicklungen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem bietet Ihnen der innovations-report Berichte aus den Teilbereichen: Aktienmärkte, Konsumklima, Arbeitsmarktpolitik, Rentenmarkt, Außenhandel, Zinstrends, Börsenberichte und Konjunkturaussichten.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

In der Gemeinschaft sind Bakterien stark gegen Plastik

Forscher*innen schlagen neuen Ansatz bei der Suche nach biologischen Wegen zum Kunststoffabbau vor. Bakterien sind extrem anpassungsfähig. Je mehr Plastik in die Umwelt gelangt, desto wahrscheinlich ist es, dass sie…

Wie SARS-Coronaviren die menschliche Zelle zum eigenen Vorteil umfunktionieren

Coronavirus-Forscherinnen und -Forscher um Prof. Rolf Hilgenfeld von der Universität zu Lübeck und Privatdozent Dr. Albrecht von Brunn von der Ludwigs-Maximilians-Universität München, beides Forscher am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF),…

2D-Nanomaterial MXene: Der perfekte Schmierstoff

Bei extremer Hitze oder im Vakuum des Weltraums – ein neuartiges Nanomaterial bringt in Extremsituationen Höchstleistungen, das zeigte die TU Wien mit internationalen Partnern. Die Fahrradkette kann man mit Öl…

Partner & Förderer