EU-Projekt will Innovationsleistung Russlands und der Ukraine verbessern

Dies gilt allerdings nicht für einige Länder außerhalb der EU, wo Innovationspolitiken nicht die gewünschten Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Genau hier setzt das EU-finanzierte BRUIT-Projekt an. Sein Ziel ist die Analyse und Weiterentwicklung der Innovationspolitik in Russland und der Ukraine unter Verwendung der sozioökonomischen Forschungsmethode und von Indikatoren des TrendChart für Innovation.

Das von der Europäischen Kommission entwickelte Chart ist eine Initiative, die sich auf drei Säulen stützt: auf die Bestandsaufnahme der Innovationspolitik zur Beobachtung nationaler Politiken, den Europäischen Innovationsanzeiger zum Vergleich nationaler Innovationsleistungen und die Prüfung der Innovationspolitik als Unterstützungsinstrument für den politischen Lernprozess zur Förderung des Austauschs bewährter Praktiken.

„Durch die Einführung des TrendChart in Russland und der Ukraine bringt BRUIT die russischen und ukrainischen innovationspolitischen Einrichtungen und Politiker mit europäischen und weltweiten bewährten Managementpraktiken in der Innovationspolitik in Berührung“, so der Koordinator des BRUIT-Projekts Giles Brandon.

„Es wird außerdem zur Einrichtung eines Instruments zur Schaffung engerer Verbindungen zwischen den nationalen Innovationspolitiken [der beiden Länder] und denen der Europäischen Kommission und der EU-Mitgliedstaaten beitragen“, fügte er hinzu.

Im Rahmen des unter dem Bereich „internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit“ (INCO) des Sechsten Rahmenprogramms finanzierten Projekts wurden die statistischen Daten für 26 sozioökonomische Indikatoren gesammelt, um den zusammenfassenden Innovationsindex der beiden Länder zu berechnen. Das Ziel besteht darin, diese Daten mit denen der EU-Mitgliedstaaten und anderer Länder, wie Japan und die USA, zu vergleichen.

Die russische Regierung investiert beträchtliche Summen in bestimmte Bereiche der Wissenschaft und Technologie. Kürzlich hat sie bekannt gegeben, dass sie ein neues Nanotechnologieprogramm mit 6,9 Mrd. USD (5 Mrd. EUR) fördern werde. „Unsere Forschungsergebnisse deuten allerdings darauf hin, dass zwar viele Innovationsinput-Faktoren positiv sind (z. B. beträgt der Anteil der Bevölkerung mit einem Hochschulabschluss 228 Prozent des Durchschnitts der EU25), die daraus resultierenden Innovationsoutput-Faktoren aber weiterhin weniger erfreulich sind“, so Brandon.

„In unserem Ranking der nationalen Innovationsleistung von 36 Ländern lagen Russland und die Ukraine nur auf Platz 27 bzw. 35“, erklärte Professor Slavo Radosevic, ein am BRUIT-Projekt beteiligter leitender Forscher.

„Unter Verwendung der Indikatoren des Europäischen Innovationsanzeigers und der Länderberichte haben wir eine Reihe allgemeiner Lücken in der Innovationsleistung und den nationalen Innovationssystemen Russlands und der Ukraine ermittelt, die durch eine Entwicklung der Innovationspolitik angegangen werden können“, so Brandon.

Die Projektpartner wollen bis Oktober einen Abschlussbericht erstellen, der die Indikatoren des Europäischen Innovationsanzeigers und den abschließenden TrendChart-Länderbericht für Russland und die Ukraine umfasst. Nach Prüfung und Genehmigung durch leitende Regierungsbeamte in beiden Ländern wird der fertig gestellte Bericht auf der TrendChart-Hauptwebsite veröffentlicht.

Das Projektkonsortium plant außerdem die Veranstaltung eines Workshops im November in Kiew, auf dem praktische politische Empfehlungen in zwei innovationspolitischen Bereichen, „Umstrukturierung von Systemen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E)“ und „Umsetzung der Politik“, diskutiert und ausgearbeitet werden sollen, um einen nachhaltigen Einfluss auf die Innovationspolitik zu erzielen.

Weitere Informationen über das Projekt sind abrufbar unter:
http://www.inco-bruit.eu/English/index.html
Weitere Informationen über das TrendChart sind abrufbar unter:
http://www.trendchart.org

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