Deutsche Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial

Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland hält an. Dies führt zu steigenden Investitionen, höherer Beschäftigung, einer größeren binnenwirtschaftlichen Nachfrage und beeinflusst die Wertentwicklung deutscher Immobilien positiv.

Im Vergleich zu den europäischen Nachbarmärkten, auf denen die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, hat der deutsche Markt noch Nachholbedarf. Die Einführung von REITs (Real Estate Investment Trusts) und eine im internationalen Vergleich um 15% bis 30% geringere Wohneigentumsquote machen den Immobilienmarkt in Deutschland interessant – nicht nur für ausländische Investoren.

In Anbetracht der immer noch niedrigen Kreditzinsen bieten die Mietrenditen viele Möglichkeiten für eine erfolgreiche Investition.

Bisher ist eine positive Preisbewegung vor allem am Büroimmobilienmarkt zu spüren. Einerseits reagiert dieser schneller auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, andererseits greifen die Reformen des privaten Wohnungsmarkts der vergangenen Jahre erst langsam. Auch heute noch ist der private Wohnungsmarkt mit strukturellen Problemen aus der Vergangenheit belastet, z. B. nicht bedarfsgerechten Investitionen in Wohnimmobilien in den neuen Bundesländern.

Deutsche Immobilienaktien nicht mehr günstig

Für börsengehandelte Immobilienaktien sehen die Experten des Commerzbank Private Banking allerdings kein großes Wertsteigerungspotenzial. „Nach unserer Einschätzung haben börsennotierte Immobilienaktiengesellschaften einen Großteil der möglichen Wertsteigerung schon vorweg genommen“, konstatiert Gerrit Weber, Leiter Wertpapiermanagement. Dies äußert sich in einer recht hohen Bewertung. Dabei sollte sich der Wert einer Immobilienaktie am erwarteten Net Asset Value (NAV) orientieren – dem Marktwert eines Immobilienportfolios abzüglich der Schulden. Zieht man diese Kennzahl als Vergleichsmaßstab heran, sind Immobilienaktien in Deutschland im historischen Vergleich teuer. Darüber hinaus lässt das Interesse von ausländischen Investoren zumindest an deutschen Wohnimmobilien nach.

Gerrit Weber erklärt: „Wir glauben, dass dies nicht nur aus dem Wohnimmobilienausschluss bei deutschen REITs resultiert, sondern Investoren bereits erkennen, dass sich die Privatisierung deutscher Wohnimmobilien schwieriger gestaltet als zunächst angenommen.“

Chancen für Investitionen in deutsche Immobilienaktien sieht das Commerzbank Private Banking aktuell nur bei aussichtsreichen Börsengängen. Die Investitionen in risikoreiche Immobilienaktien sollten daher derzeit nur vorsichtig zum Zwecke der Portfoliodiversifikation des Aktienteils erfolgen.

Fonds und ausländische Anlagen in Immobilien attraktiv

Positiv sind hingegen die Aussichten für offene Immobilienfonds. Sie werden weiterhin stabile und attraktive Renditen zeigen. Besitzen sie eine Renditeprognose von mehr als 5%, sollten diese Fonds nach Ansicht des Commerzbank Private Banking in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen. Anlegern, die sich für Immobilienwerte außerhalb Deutschlands interessieren, bieten derzeit asiatische REITs und ausgewählte REITs aus Frankreich und Großbritannien Potenzial.

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Thekla Wießner presseportal

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