Betreuung und Förderung von Arbeitslosengeld II-Empfängern soll weiter professionalisiert werden

„Wir werden die gute Konjunktur nutzen, um mehr Arbeitslosengeld II-Empfänger in Arbeit zu bringen“, sagte Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der BA, am Montag in Berlin. „Hierzu trägt neben der verbesserten Beratung und Vermittlung die Tatsache bei, dass den Arbeitsgemeinschaften und Agenturen für Arbeit in diesem Jahr etwa eine Milliarde Euro mehr zur Verfügung steht, als sie 2006 ausgegeben haben. Der Spielraum für einen Ausbau der Förderung ist da.“

Die Rückschau auf das vergangene Jahr fällt verhalten positiv aus: „Langzeitarbeitslose konnten bislang noch nicht richtig von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes profitieren“, sagte Alt. Trotzdem ist die Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger seit Mai 2006 rückläufig. „Die Betreuung und Förderung der Menschen hat sich im zweiten Jahr der Reform deutlich verbessert“, betonte Alt. 2006 haben 2,2 Millionen Empfänger von Arbeitslosengeld II eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme begonnen. Insgesamt investierten die ARGEn mit 3,8 Milliarden Euro 23 Prozent mehr für Fördermaßnahmen als 2005. Schwerpunkte der Förderung waren Beschäftigung schaffende Maßnahmen, wie z.B. Arbeitsgelegenheiten, und Trainingsmaßnahmen.

„In diesem Jahr müssen wir dafür sorgen, dass die ARGEn die Breite des Förderinstrumentariums besser nutzen. Vor allem im Bereich der beruflichen Weiterbildung werden wir mehr tun“, sagte Alt. Eine verbesserte Förderung und der zunehmende Einsatz von Sofortange-boten sollen dazu beitragen, mehr Menschen in Arbeit zu bringen. Mit interregionalen Leistungsvergleichen, Zielvereinbarungen und einem Beratungsangebot für die Geschäftsführungen der Arbeitsgemeinschaften soll 2007 auch die Effizienz der Arbeit gesteigert werden. Dazu hat die BA beispielsweise bereits im Januar Vergleichszahlen im Internet veröffentlicht. „Nach dem Startjahr 2005, dem Jahr der Konsolidierung 2006 wird 2007 das Jahr der Professionalisierung“, sagte Alt.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de

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