Ausbildungsplatzbilanz 2001 / Bestes Nachvermittlungsergebnis seit Jahren

Bulmahn: „Ausbildungsbilanz bestätigt Trend zu mehr Ausbildung in IT- und Dienstleistungsberufen“

Nach den Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) bei den Kammern sind von Anfang Oktober 2000 bis Ende September 2001 insgesamt knapp 614.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden – davon etwa 480.000 in den alten und 134.000 in den neuen Ländern

Anlässlich der Bekanntgabe der Ausbildungsplatzbilanz 2001 erklärte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn am Freitag in Berlin: „Der positive Trend am Lehrstellenmarkt hat sich weiter fortgesetzt. Die Anstrengungen, die die Bundesregierung seit ihrem Amtsantritt für mehr Ausbildungsplätze unternommen hat, zeigen weiterhin Wirkung.“ Am 30.09.2001 waren bundesweit noch rund 3% (20.500) der 634.000 Lehrstellensuchenden ohne Ausbildungsvertrag. 1998 war der Anteil der Jugendlichen ohne Lehrstelle zum gleichen Zeitpunkt mit fast 6% (35.700) beinahe doppelt so hoch. Die im Ausbildungskonsens des Bündnisses für Arbeit vereinbarten regionalen Nachvermittlungsaktionen haben dazu beigetragen, dass sich diese Zahl bis Ende November weiter deutlich verringert hat. In den alten Ländern suchten zu diesem Zeitpunkt noch rund 7.350, in den neuen Ländern noch knapp 3.700 Jugendliche einen Ausbildungsplatz.

Mit einem Rückgang der unvermittelten Jugendlichen von rund 45% in den alten und knapp 50% in den neuen Ländern ist dies das beste Nachvermittlungsergebnis seit Jahren. Die noch einsetzbaren Plätze aus den öffentlich finanzierten Ausbildungsplatzprogrammen reichen aus, damit jeder dieser Jugendlichen in den nächsten Wochen noch ein Ausbildungsangebot erhält.

Die Zahl der Arbeitsamtsbezirke, die mehr unvermittelte Bewerber als offene Stellen haben, ist in den alten Ländern von 40 auf 38 zurückgegangen, in den neuen Ländern bestanden ohne Berücksichtigung der öffentlich finanzierten Programmplätze in allen Arbeitsamtsbezirken noch Defizite.

Erhebliche Unterschiede zeigten sich bei der Entwicklung der Vertragszahlen in einzelnen Berufsgruppen:

Der konjunkturbedingte Einbruch im Baubereich und Rückgänge in anderen Fertigungsberufen haben in der Summe zu einem Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr geführt, der vor allem die betrieblichen Ausbildungsverträge betrifft. Dementsprechend ist in den neuen Ländern der Anteil der außerbetrieblichen Ausbildungsplätze auf 28,3% (vorher 26,9%) gewachsen.

Bei den IT- und Medienberufen sowie einer großen Zahl von Dienstleistungsberufen gibt es erneut eine deutliche Zunahme. Bulmahn betonte: „Die umfassende Modernisierung von Ausbildungsberufen, die wir gemeinsam mit den Bündnispartnern in den letzten Jahren in Gang gesetzt haben, hat sich gelohnt. Mit knapp 28.600 neuen Ausbildungsverträgen in den IT- und Medienberufen haben wir einen Zuwachs von mehr als 10% erreicht. Dieses Ergebnis zeigt, dass wir auf gutem Wege sind, die betriebliche Berufsausbildung strukturell auf die Anforderungen der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft einzustellen.“

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