KfW erwirbt 33,2 % der Anteile an der IKB / Strategische Allianz für die langfristige Mittelstandsfinanzierung

Die KfW erwirbt die Anteile der Allianz AG und der Münchener Rück-Gruppe an der IKB Deutsche Industriebank AG in Höhe von 19,8% bzw. 13,4%. Damit setzt Deutschlands große Förderbank ihr Engagement für die langfristige Sicherung der Finanzierungswege kleiner und mittlerer Unternehmen fort. „KfW und IKB sind beide aus ihrer Tradition seit jeher dem deutschen Mittelstand verpflichtet“, sagte KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich am Montag in Frankfurt. „Gemeinsam schaffen wir jetzt neue Perspektiven für die Unternehmensfinanzierung in Deutschland.“

Angesichts des tiefgreifenden Wandels im internationalen und nationalen Bankensektor hat die KfW in den vergangenen zwölf Monaten bereits wichtige Weichenstellungen für die Sicherung der Mittelstandsfinanzierung eingeleitet: Die KfW engagiert sich öffentlich und in Diskussion mit Banken und Politik für eine mittelstandsverträgliche Neuregelung der Eigenkapitalübereinkunft (Basel II). Des weiteren entlasten innovative KfW-Verbriefungsprogramme die Geschäftsbanken von Eigenkapitalbindung und schaffen so Raum für neue Mittelstandskredite; die Förderbank hat zudem ihre Angebotspalette um Globaldarlehen erweitert. „Die Beteiligung an der IKB liegt genau auf dieser strategischen Linie“, betonte Reich. „Mit dem Erwerb von 33,2% der IKB-Anteile fügen wir unserem Engagement für die langfristige Sicherstellung der Mittelstandsfinanzierung einen wichtigen Baustein hinzu. Wir sichern damit neben den Finanzierungsprodukten und den Rahmenbedingungen auch den Distributionskanal für langfristige Finanzierungen, der für den Mittelstand in Deutschland lebensnotwendig ist“.

Die Beteiligung an der IKB eröffnet der KfW die Chance, die bestehende Kooperation zu einer strategischen Allianz für den Mittelstand auszubauen – zum Beispiel in den Feldern Unternehmensnachfolge, Eigenkapital/Fondsfinanzierung oder bei der gemeinsamen Syndizierung von Projektfinanzierungen.

Zusätzlich soll die enge Zusammenarbeit beider Institute bei der Verbriefung von Mittelstands-Kreditrisiken erfolgreich weiter entwickelt werden. Die Zusammenarbeit von KfW und IKB hierbei besteht seit der ersten Transaktion überhaupt im November 2001.

Die Zusammenarbeit mit der IKB wird wettbewerbsneutral erfolgen, d.h. alle Geschäfte werden auf einer so genannten arms-length-Basis stattfinden. Die IKB erhält wie bisher die gleichen Refinanzierungskonditionen im KfW-Fördergeschäft wie alle anderen Banken. Eine Änderung des Durchleitungsprinzips der KfW gibt es nicht. Die geschäftspolitische Ausrichtung der IKB bleibt gewahrt. Für beide Institute eröffnet sich jedoch die Perspektive einer vertieften Zusammenarbeit in vielen Geschäftsfeldern.

Die IKB ist seit ihrer Gründung im Jahr 1949 wichtiger Impulsgeber und Vertriebspartner für die Förderprodukte der KfW. Die Bank mit Hauptsitz Düsseldorf hat insgesamt zwölf Stützpunkte in Deutschland und im Ausland. Sie ist Partner für etablierte mittelständische und junge innovative Unternehmen sowie für gewerbliche Immobilieninvestoren. Die Bilanzsumme per 31.03.2001 betrug 32,4 Mrd. EURO.

Media Contact

Dr. Matthias Fritton ots

Weitere Informationen:

http://www.kfw.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen

Aktuelle und interessante Meldungen und Entwicklungen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem bietet Ihnen der innovations-report Berichte aus den Teilbereichen: Aktienmärkte, Konsumklima, Arbeitsmarktpolitik, Rentenmarkt, Außenhandel, Zinstrends, Börsenberichte und Konjunkturaussichten.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Kunststoffe – alles Müll?

»Open Lab« im Fraunhofer LBF gibt Einblicke in die Kunststoffforschung. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Darmstadt vor 25 Jahren den Ehrentitel »Wissenschaftsstadt«. Auch das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit…

Zukunft der Ampel wird weiter erforscht

Das Forschungsprojekt „KI4LSA“, welches die Frage beantworten sollte, ob die Steuerung von Ampelanlagen mit künstlicher Intelligenz (KI) den Verkehrsfluss verbessern kann, bringt Fraunhofer im August 2022 zum Abschluss. Über 30…

Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen und Abhängigkeit

Forschende der FAU nutzen Adrenalin-Rezeptoren für hochwirksame Analgetika. Neuartige Substanzen, die Adrenalin- statt Opioid-Rezeptoren aktivieren, haben eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung wie Opiate, jedoch keine negativen Folgen wie Atemdepression und Abhängigkeit….

Partner & Förderer