Commerzbank-Börsenbericht: Volatilität an den Aktienmärkten nimmt zu

Wie zu erwarten nimmt auf dem erreichten hohen Kursniveau die Volatilität an den internationalen Aktienmärkten zu. Tagen mit kräftigen Abschlägen folgen Tage mit starken Erholungen, was zu erhöhter Verunsicherung mancher Marktteilnehmer führt. Diese größere Schwankungsanfälligkeit dürfte in nächster Zeit anhalten, ausgelöst etwa durch die eine oder andere enttäuschende Nachricht von der Konjunktur oder aus einzelnen Unternehmen wie in dieser Woche Google. Andererseits zeigen die nach jeder Korrektur rasch einsetzenden Käufe, dass die Börsen tendenziell weiter nach oben streben.

Die Experten der Commerzbank sehen auch für die nächsten Monate gute Chancen für die Aktienanlage, speziell in Deutschland. Sie haben ihre Schätzung für das Jahreshoch 2006 des DAX von bislang 5.850 Punkten, die bereits überschritten wurden, auf 6.300 angehoben. Treibende Kraft sind die noch steigende Kurve der Unternehmensgewinne und die überwiegend guten Konjunkturdaten. Allerdings scheint, ausgelöst durch den Regierungswechsel, die Stimmung derzeit besser zu sein als die tatsächliche Lage. Entsprechend wächst das Risiko, dass die hoch gesteckten wirtschaftlichen Erwartungen in den kommenden Monaten nicht immer erfüllt werden. Privatanleger sollten bei Neuengagements die Aktie der Allianz bevorzugen.

In den letzten Wochen hat sich an den internationalen Rentenmärkten der Trend zu einem flacheren Verlauf der Renditenstrukturkurve fortgesetzt. Die Zinsen sind zuletzt am kurzen Ende stärker gestiegen als bei langen Laufzeiten. Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag erwartungsgemäß den Leitzins auf 2,5% angehoben und gleichzeitig ihre Schätzungen für Wirtschaftswachstum und Teuerungsrate in der Eurozone erhöht. Dies deutet auf eine weitere geldpolitische Straffung hin. Da andererseits die US-Konjunktur im Jahresverlauf an Schwung verlieren wird, erwarten die Volkswirte der Commerzbank für das laufende Jahr unverändert einen niedrigen Kapitalmarktzins, bevor 2007 die Renditen anziehen. Privatanleger sollten ihr Depot in ein Drittel kurze Laufzeiten, 40% mittlere Laufzeiten und ein Viertel lange Laufzeiten aufteilen.

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