Österreich: IT-Branche blickt optimistisch in die nächsten fünf Jahre

Überdurchschnittliche Zuwachsraten werden erwartet

Der „IT-Survey Österreich 2005“ von IDC sagt der IT-Branche in den nächsten Jahren eine positive Entwicklung voraus. Auch wenn der Optimismus aus dem letzten Jahr nicht ganz mit den realen Zahlen der aktuellen Befragung mithalten kann, ist man bei IDC vorsichtig optimistisch. „Wir glauben, dass die brancheninterne Zuwachsrate im IT-Geschäft in den nächsten Jahren über den Zahlen der gesamtwirtschaftlichen Situation liegen wird“, so Joachim Seidler, Niederlassungsleiter der IDC in Österreich, im Gespräch mit pressetext.

Auch wenn externe Schübe wie beispielsweise die Euro-Umstellung oder der Hype rund um die „Jahr-2000-Problematik“ derzeit fehlen, nennt Seidler im Gespräch mit pressetext mehrere Gründe, warum es zu dieser positiven Einschätzung kommt: „Einerseits wurden in den letzten Jahren Investitionen zurückgehalten, die in der nächsten Zeit einfach getätigt werden müssen und andererseits fordert die Veränderung der Firmenlandschaft entsprechende IT-Erneuerungen“, so Seidler weiter.

Die Herausforderungen der nächsten Jahre liegen dabei in der Erweiterung der Netzwerkstruktur, der stärkeren Einbindung der Unternehmen in die gesamte Warenkette und dem erhöhten Speicherbedarf in der Zukunft. „Die Zahl der mobilen Mitarbeiter steigt stetig an und die Unternehmen müssen darauf reagieren, da sie technisch nicht darauf vorbereitet sind“, so Seidler.

Die Erweiterung der internen sowie externen Netzwerkstruktur wird für viele Unternehmen unumgänglich sein, meint Seidler. In einigen Branchen, wie z.B. der Automobilindustrie, werden bereits 75 Prozent der Produkte von externen Quellen zugeliefert. Zu geringe Kommunikation aufgrund fehlender bzw. mangelnder Netzwerke seien daher für die meisten Unternehmen in Zukunft nicht mehr vertretbar.

Der erhöhte Speicherbedarf stellt den dritten, großen Investitionspunkt der nächsten Jahre dar. „Die regulierten Märkte, wie beispielsweise die Pharmazie oder Finanzdienstleistung, müssen in Zukunft darauf achten, die Daten länger und vor allem sicherer zu archivieren“, so Seidler gegenüber pressetext abschließend.

Media Contact

Michael Fiala pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.idc.com/austria/

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