Belebung am Arbeitsmarkt erst ab 2006

Die Bundestagswahl hat nach Einschätzung der Volkswirte der Postbank kein klares Signal für den deutschen Arbeitsmarkt gebracht. Unabhängig davon, welche der vielen möglichen Koalitionen schließlich regieren wird, müssen am ursprünglichen CDU-/FDP-Konzept Abstriche gemacht werden. Da einer der beiden heutigen Koalitionspartner wahrscheinlich in der neuen Bundesregierung vertreten sein wird, dürften auch die Hartz-Reformen nicht grundsätzlich zur Disposition stehen. Allenfalls wird es zu einem ’Fine Tuning’ kommen, das vor allem in einer Ampelkoalition – welcher Farbe auch immer – auf eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes zielt. Weit reichende Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt sind nach dem Wahlausgang nicht zu erwarten.

Allerdings haben die von der „alten“ Bundesregierung umgesetzten Regelungen noch nicht ihre volle Wirkung entfaltet. Hier ist nach Überzeugung von Postbank Research auf lange Sicht noch mit positiven Impulsen für den Arbeitsmarkt zu rechnen.

Kritisch bewertet die Postbank die Arbeitsmarktzahlen der letzten Monate. Zwar verzeichnet die Statistik im August bereits den fünften saisonbereinigten Rückgang der Arbeitslosigkeit in Folge – insgesamt entspricht das einer Verringerung um insgesamt 169.000 Arbeitslose.

Doch ist dies vor allem auf statistische „Hartz-IV“-Effekte zurückzuführen. Real konnte der überaus holprige Konjunkturaufschwung bislang kaum Impulse für den Arbeitsmarkt liefern. Die Postbank geht jedoch davon aus, dass sich der moderate Aufschwung fortsetzt und auch die Binnennachfrage allmählich wieder kräftiger wird. Spürbar positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt dürfte die konjunkturelle Entwicklung aber erst 2006 bringen.

Die vollständigen „Postbank Perspektiven“ für den Oktober und zurückliegende Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.

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Hartmut Schlegel presseportal

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