Bindemittelproduktion soll auf 100.000 Jahrestonnen steigen

  • Bedarf an ökoeffizienten Lacken weiter gewachsen
  • Neues Bindemittel für neue Generation von Pulver-Slurry-Lacken
  • BASF-Standort Münster weiter gestärkt
Die BASF Coatings AG will an ihrem Standort Münster die Kapazität für die Produktion von Spezialbindemitteln für die Herstellung ökoeffizienter Lacke von derzeit 90.000 auf 100.000 Jahrestonnen erhöhen und dafür etwa 3,5 Millionen Euro investieren. Für den Ausbau seiner World-Scale-Produktionsanlage kommt das Unternehmen dem gewachsenen Eigenbedarf an modernen Bindemitteln nach. Die BASF verfügt damit künftig weltweit über eine Gesamtkapazität an Bindemittel dieser Art von etwa 210.000 Jahrestonnen.

Im Rahmen der Kapazitätserhöhung wird künftig auch ein neuartiges Bindemittel zur Herstellung einer neuen Generation sogenannter Pulver-Slurry-Lacke großtechnisch hergestellt. Pulver-Slurry-Lacke sind in Wasser auf besondere Weise fein verteilte Pulverlacke, die im Rahmen des weltweit einzigartigen integrierten Lackierkonzepts eingesetzt werden. Das Konzept ist seit 1997 bei der Lackierung der Mercedes A-Klasse am Standort Rastatt erfolgreich in Serie. Dabei ist es durch neuartige Lackmaterialien und Auftragsverfahren gelungen, bei gleichbleibender Qualität den Energieaufwand und die Emissionen massiv zu verringern und den Lackverbrauch um rund 20 Prozent zu senken. Das Lackierkonzept wurde bereits sieben Mal prämiert, darunter in diesem Jahr in Detroit mit dem „2001 Automotive News PACE Award“ in der offenen Kategorie für Fortschritte im Umweltschutz und 1998 mit dem 1. Umweltpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Bindemittel: wesentlich für die Herstellung von Lacken

Die BASF Coatings AG produziert in ihrer Produktionsanlage am Standort Münster eine Reihe von Bindemitteln zur Herstellung verschiedener Lacke. Sie sind neben Pigmenten, Füllstoffen, Lösemitteln und Additiven wesentliche Bestandteile zur Formulierung von Lacken. Insgesamt betreibt die BASF Coatings weltweit zehn Bindemittelfabriken, davon vier in Europa, drei in Brasilien, zwei in den USA und eine in Argentinien. Die Bindemittelfabrik in Münster ist die weltweit größte Anlage ihrer Art innerhalb des Unternehmensbereichs Coatings der BASF-Gruppe. Die hier hergestellten Bindemittel gehen zur Weiterverarbeitung größtenteils durch die BASF Coatings-Gesellschaften nach Europa, in den Nafta-Raum und nach China. Rund fünf Prozent der weltweit produzierten Bindemittel werden durch andere Unternehmen weiterverarbeitet.

BASF: Bei Coatings international führend

Die BASF Coatings AG inklusive ihrer Beteiligungsgesellschaften sowie alle Coatings-Aktivitäten der weltweit vertretenen BASF-Gruppengesellschaften zählen zum international tätigen Unternehmensbereich Coatings der BASF-Gruppe. In diesem Unternehmensbereich erzielte die BASF 2000 mit etwa 10.000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro, davon etwa 60 Prozent außerhalb Europas. BASF ist in diesem Arbeitsgebiet weltweit hervorragend positioniert und verfügt über eine starke Marktstellung in Europa, Nord- und Südamerika sowie der Region Asien/Pazifik, unter anderem mit eigenen Gesellschaften in Australien, China, Indien, Japan und den Philippinen. Im Bereich Coatings entwickelt, produziert und vermarktet die BASF ein hochwertiges Systemsortiment innovativer Fahrzeug-, Autoreparatur- und Industrielacke mit den entsprechenden Beschichtungsverfahren. Ökoeffiziente Pulverlacke, Wasser- und High-Solid- sowie strahlenhärtende Lacke spielen dabei eine besondere Rolle. In Brasilien nimmt das Unternehmen mit dem seit Jahren erfolgreichen Geschäft mit Bautenanstrichmitteln die führende Marktstellung ein.

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Klaus-Peter Rieser Pressemitteilungen

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