Defizit wird sich noch deutlich verringern

Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) rechnet damit, dass sich das im ersten Halbjahr aufgelaufene Defizit von 4,9 Milliarden DM im zweiten Halbjahr wieder deutlich verringert. Sie schließt aber nicht aus, dass der im Haushalt vorgesehene Zuschuss des Bundes in Höhe von 1,2 Milliarden DM nicht ganz ausreicht. Genaueres lasse sich erst im Herbst sagen. Der Vorstand hat im Juni entschieden, sich im Oktober eingehend mit der Haushaltslage zu befassen, weil dann mehr Klarheit über die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes besteht.

Im ersten Halbjahr gibt die Bundesanstalt für Arbeit regelmäßig mehr Geld aus als im zweiten. Der Grund dafür ist die hohe Winterarbeitslosigkeit. Im Jahresverlauf verbessert sich die Finanzlage stets wieder.

Gestiegen ist die Kurzarbeit. Hier hat sich im ersten Halbjahr die BSE-Krise deutlich ausgewirkt. Belastend kommt außerdem diesmal hinzu, dass sich die Konjunktur in den ersten sechs Monaten nicht so günstig entwickelt hat, wie die Bundesregierung zur Zeit der Haushaltsaufstellung im Herbst letzten Jahres angenommen hatte. 100.000 Arbeitslosengeldempfänger mehr kosten die BA pro Jahr knapp drei Milliarden DM; 100.000 Beschäftigte zusätzlich bringen gut 300 Millionen DM in die Kassen.

Auf der anderen Seite hat die Bundesanstalt für Arbeit von der EU noch knapp eine Milliarde DM zu bekommen, die sie bereits an Leistungsempfänger ausgezahlt hat. Außerdem zeichnen sich auch Einsparungen ab, beispielsweise bei Strukturanpassungsmaßnahmen.

Media Contact

Referat für Presse- und Öffentli ots

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen

Aktuelle und interessante Meldungen und Entwicklungen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem bietet Ihnen der innovations-report Berichte aus den Teilbereichen: Aktienmärkte, Konsumklima, Arbeitsmarktpolitik, Rentenmarkt, Außenhandel, Zinstrends, Börsenberichte und Konjunkturaussichten.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Klimawandel verursacht Artensterben im Schwarzwald

Schon heute hinterlässt der Klimawandel in den Mooren im Schwarzwald seine Spuren. Durch steigende Temperaturen und längere Trockenperioden sind dort in den vergangenen 40 Jahren bereits zwei typische Pflanzenarten ausgestorben….

Experiment bildet Elektronentransfer im Molekül ab

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena entwickeln in dem neuen Projekt „Multiskalen Pump-Pump-Probe-Spektroskopie zur Charakterisierung mehrschrittiger Elektronentransferkaskaden“ (kurz: „Multiscale P3S“) eine bisher einzigartige Untersuchungsmethode, um genau unter die Lupe zu…

Leistungstest für neuronale Schnittstellen

Freiburger Forschende entwickeln Richtlinie zur einheitlichen Analyse von Elektroden Wie sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Leistungsfähigkeit neuronaler Elektroden messen und definieren, wenn es keinen einheitlichen Standard gibt? Die Freiburger Mikrosystemtechnikerin…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close