Siemens liefert millionsten DSL-Port in Rekordzeit aus: Schneller Internetzugang wird zum Renner

Das "Schlaganfall-Info-Mobil" ist von Mai bis August 2001 in 40 deutschen Städten unterwegs. Die medizinischen Untersuchungsgeräte an Bord ermöglichen es dem beratenden Arzt, innerhalb von zehn Minuten das persönliche Schlaganfallrisiko zu ermitteln. Foto: Bayer AG


Bruchsal feiert: Der Siemens-Produktionsstandort hat am 27. April 2001 den
millionsten DSL-Anschlüsse ausgeliefert. Mit DSL (Digital Subscriber Line)
können Kunden über bereits verlegte Telefonkabel mit sehr hoher
Geschwindigkeit – bis zu 50 mal schneller als ISDN – auf das Internet
zugreifen und sich in Sekundenschnelle beispielsweise Grafikdateien oder
Musikstücke herunterladen. Da die Nachfrage nach DSL geradezu
explosionsartig zunimmt, hatte Siemens Information and Communication
Networks (ICN) bereits im Februar dieses Jahres mehr als 100 Millionen Mark
in den Ausbau der Fertigungskapazitäten für Breitbandzugangs-Technologie in
Bruchsal investiert und ein neues Werk in Betrieb genommen.

Das neue Werk hat die Fertigungskapazität von Siemens in neue Dimensionen
gesteigert. Deshalb konnte Siemens ICN in Rekordzeit den millionsten
DSL-Port ausliefern. "Als Siemens im Oktober 1998 mit der DSL-Fertigung
startete, wurden 100 Anschlüsse pro Woche gefertigt. Heute sind es bereits
100.000 im gleichen Zeitraum", erläuterte Anthony Maher, Mitglied des
Bereichvorstandes bei Siemens ICN. Durch diese massive Erhöhung der
Produktionsrate kann ICN den aktuellen und prognostizierten Bedarf nach
Breitbandzugangs-Technologie seiner weltweiten Kunden, zu denen insbesondere
auch die Deutsche Telekom zählt, dauerhaft befriedigen. "Wir freuen uns mit
Siemens über die deutliche Produktionssteigerung. Dadurch werden wir in die
Lage versetzt, die weiterhin sehr hohe Nachfrage unserer Kunden nach unserem
breitbandigen Hochgeschwindigkeitsanschluss T-DSL abzudecken", sagte Gerd
Tenzer, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Telekom AG.

Hintergrundinformation Bruchsal:
Siemens ist in Bruchsal bereits seit 1928 engagiert. Damals wurden auf dem
heute noch genutzten Gelände Produkte für die Eisenbahnsignaltechnik
hergestellt. Jetzt befindet sich dort der Leitbetrieb der weltweiten
Siemens-Produktionsstandorte, die Telekommunikations-Netze herstellen. In
Bruchsal fertigt Siemens auch seine Produktlinie für Breitbandzugangs-Netze,
Attane XpressLink. Diese besteht sowohl aus sogenannten DSLAMs (Digital
Subscriber Line Access Multiplexer) für den Einsatz bei Netzbetreibern als
auch aus Endprodukten (CPE: Customer Premises Equipment) für den
Teilnehmeranschluss.

Hintergrundinformation DSL-Breitbandzugangs-Technologie:
Die DSL-Technologie nutzt die vorhandenen Kupfertelefonleitungen für die
Übertragung von Daten, Sprache und Video etc. mit sehr hoher
Geschwindigkeit. DSL steigert dabei die Übertragungskapazität durch ein
"Aufteilen" (Splitting) der Leitung: das obere Frequenzspektrum wird für die
Übertragung von Daten, das untere für die von Sprache und Fax verwendet.
Dafür muss auf beiden Seiten der Leitung allerdings spezielles Equipment
installiert werden. Die entsprechenden Endgeräte beim Kunden heißen Customer
Premises Equipment. Dies können je nach Anforderung Modems für einzelne oder
mehrere Anwender sein, Router oder sogenannte Integrated Access Devices
(IAD), die Daten und Sprache von verschiedenen Geräten (Telefon, Fax, PC)
zusammenfassen und gebündelt übertragen. Auch auf der Seite der
Netzbetreiber wird spezielles Equipment benötigt. Die sogenannten Digital
Subscriber Line Access Multiplexer fassen das Daten- und Sprachaufkommen,
das über die DSL-Leitungen der Endkunden in die Ortsvermittlung hereinkommt,
zusammen und leiten es an die Kern-Netze der Netzbetreiber oder an
Unternehmensnetze weiter. Siemens bietet ein komplettes Produktspektrum,
sowohl in den Bereichen DSLAM als auch CPE an. Ergänzt wurde dieses durch
die kürzlich erfolgte Übernahme des globalen DSL-Endgeräte-Marktführers
Efficient Networks, Dallas, USA.

Siemens Information and Communication Networks (ICN) ist ein führender
Anbieter von Sprach-/Datennetzen für Firmenkunden, Netzbetreiber und Service
Provider. Das umfangreiche Portfolio umfasst insbesondere IP-basierte
Konvergenzlösungen, eine durchgängige Produktpalette für den
Breitbandzugang, optische Transportnetze sowie das Integrations-, Service-
und Applikations-Geschäft. Damit bietet der Siemens-Bereich Komplettlösungen
aus einer Hand für die Infrastruktur des Next Generation Internet, eine
Grundvoraussetzung für das Mobile Business. Im Geschäftsjahr 2000 (30.
September) erzielte ICN einen Umsatz von 11,4 Mrd. EUR, der Gewinn vor
Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) betrug 692 Mio. EUR. ICN beschäftigt
weltweit 53 000 Mitarbeiter.
Weitere Informationen über ICN unter:
http://www.ic.siemens.com/networks/index_d.htm

Siemens AG
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Informationsnummer: ICN AS 2001 04.72 d
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