45.000 Arbeitsplätze durch ausländische Gründer

Immer mehr ausländische Mitbürger in Deutschland wählen den Weg in die Selbstständigkeit: Im vergangenen Jahr kamen fast drei Prozent aller staatlich geförderten Gründer aus dem Ausland.

Vor zehn Jahren lag die Quote noch unter einem Prozent. Das sind erste Ergebnisse einer Untersuchung der Deutschen Ausgleichsbank (DtA). Insgesamt hat das Förderinstitut seit 1990 etwa 11.000 Darlehen mit einem Volumen von mehr als 550 Millionen Euro an ausländische Existenzgründer und junge Unternehmen vergeben. Dadurch sind etwa 45.000 Arbeitsplätze entstanden oder gesichert worden.

Die DtA-Untersuchung hat auch gezeigt, dass Migranten eher auf kleine Kredite zurückgreifen. So haben 46 Prozent der ausländischen Gründer einen Finanzierungsbedarf von unter 50.000 Euro. Bei deutschen Gründern lag dieser Anteil nur bei 38 Prozent. Das liegt unter anderem an der unterschiedlichen Zielsetzung: 58 Prozent der von Migranten gegründeten Unternehmen machen sich im Dienstleistungssektor selbstständig, bei den deutschen Gründern sind dies 45 Prozent. In diesem Bereich wird meistens weniger investiert.

Maßgeschneiderte DtA-Produkte

Die DtA hat deshalb spezielle Produkte entwickelt: Mit dem DtA-Startgeld, das Finanzierungsvorhaben bis zu 50.000 Euro fördert, und dem seit vergangenem Oktober angebotenen DtA-Mikro-Darlehen (bis 25.000 Euro) verfügen ausländische wie deutsche Kleinstgründer über maßgeschneiderte Hilfen auf dem Weg zum eigenen Geschäft.

Media Contact

Michael Seyler Deutsche Ausgleichsbank

Weitere Informationen:

http://www.dta.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen

Aktuelle und interessante Meldungen und Entwicklungen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem bietet Ihnen der innovations-report Berichte aus den Teilbereichen: Aktienmärkte, Konsumklima, Arbeitsmarktpolitik, Rentenmarkt, Außenhandel, Zinstrends, Börsenberichte und Konjunkturaussichten.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Die Zukunft der Robotik ist soft und taktil

TUD-Startup bringt Robotern das Fühlen bei. Die Robotik hat sich in den letzten Jahrzehnten in beispiellosem Tempo weiterentwickelt. Doch noch immer sind Roboter häufig unflexibel, schwerfällig und zu laut. Eine…

Stabilität von Perowskit-Solarzellen erreicht den nächsten Meilenstein

Perowskit-Halbleiter versprechen hocheffiziente und preisgünstige Solarzellen. Allerdings reagiert das halborganische Material sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede, was im Außeneinsatz rasch zu Ermüdungsschäden führen kann. Gibt man jedoch eine dipolare Polymerverbindung zur…

EU-Projekt IntelliMan: Wie Roboter in Zukunft lernen

Entwicklung eines KI-gesteuerten Manipulationssystems für fortschrittliche Roboterdienste. Das Potential von intelligenten, KI-gesteuerten Robotern, die in Krankenhäusern, in der Alten- und Kinderpflege, in Fabriken, in Restaurants, in der Dienstleistungsbranche und im…

Partner & Förderer