IT-Standort Deutschland unter Globalisierungsdruck: Von der Kosten- in die Innovationsfalle?

Unternehmen und Beschäftigte am Standort Deutschland stellen sich die Frage: Wo liegt in dieser globalen IT-Welt unsere Zukunft? Welche Strategien sind geeignet, die Herausforderung der fortschreitenden Internationalisierung anzunehmen? Wie die Chancen der Internationalisierung nachhaltig zu nutzen sind, das ist Thema eine Veranstaltung mit nachfolgender Pressekonferenz am 8. März auf der CeBIT.

Als Veranstalter fungiert das Forschungsprojekt Export IT, durchgeführt vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung – ISF München in Zusammenarbeit u.a. mit SAP, Software AG und T-Systems. Hochrangige Vertreter dieser und anderer Unternehmen, Vorstands- bzw. Präsidiumsmitglieder von BITKOM, IG Metall und ver.di sowie Wissenschaftler aus dem ISF München halten Vorträge und diskutieren auf dem Podium.

Das Projekt Export IT hat intensive empirische Studien in Unternehmen an strategischen Orten der weltweiten IT-Wertschöpfungsketten durchgeführt: in Indien, den USA, Osteuropa und Deutschland. Aus den Forschungsergebnissen konnte eine zentrale These abgeleitet werden: Der IT-Standort Deutschland droht unter dem Druck der Globalisierung von einer Kosten- in eine Innovationsfalle zu geraten.

Export IT ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes anwendungsnahes Forschungsprojekt. Es bietet handfeste empirische Erkenntnisse zur Internationalisierung in der IT-Industrie und arbeitet zugleich Möglichkeiten heraus, wie sich die Unternehmen den Herausforderungen der Globalisierung stellen können. Zu den Themen gehören:

Die Erforschung neuer internationaler Geschäftsmodelle, mit denen die deutschen Unternehmen traditionelle Stärken und Kernkompetenzen weiterentwickeln können, um dem Druck des Weltmarkts zu begegnen;

die Stärke indischer IT-Dienstleister und ihrer Geschäftsmodelle und was deutsche IT-Unternehmen von ihnen lernen können;

die Chancen und Risiken, die eine Orientierung deutscher IT-Unternehmen auf Osteuropa für ihre Innovationsfähigkeit mit sich bringt;

die Bedeutung von Personalentwicklungsstrategien und Bildungskonzepten für Internationalisierung und Innovationsfähigkeit;

die speziellen Herausforderungen der Internationalisierung für kleine und mittlere Unternehmen;

Best-Practice-Beispiele für zukunftsträchtige Internationalisierungsstrategien;
die Identifizierung von Erfolgsfaktoren für strategische Ausrichtung und tragfähige Standortpolitik.

Die Veranstaltung „Der IT-Standort Deutschland und die Chancen einer nachhaltigen Internationalisierung“ findet am 8. März 2008 von 10-14 Uhr im Convention Center Saal 3A auf der CeBIT statt, von 14-15 Uhr schließt sich ein Pressegespräch im Convention Center Saal 12 an. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident der BITKOM und Aufsichtratsvorsitzender von IDS Scheer, berichten Dr. Jan Grasshoff (SAP) und Peter Forscht (ABAS Software AG) von erfolgreichen Internationalisierungskonzepten. Dr. Andreas Boes vom ISF München präsentiert aktuelle empirische Ergebnisse des Forschungsprojekts Export IT zu den Erfolgsfaktoren einer nachhaltigen Internationalisierung. Über die Perspektiven der IT-Industrie am Standort Deutschland diskutieren u. a. Karl-Heinz Streibich (Software AG), Olaf Heyden (T-Systems), Lothar Schröder (Ver.di) und Helga Schwitzer (IG Metall). Die Diskussion moderieren Ludwig Siegele vom „Economist“ und Joachim Zepelin von der „Financial Times Deutschland“.

Voranmeldung zur Veranstaltung bis zum 27.02.2008 auf der Internetseite http://www.export-it.de, wo Sie auch weitere Informationen zu Export IT finden. Um Voranmeldung zur anschließenden Pressenkonferenz wird gebeten unter andrea.baukrowitz@isf-muenchen.de. Für Nachfragen, Material und Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an Frau Andrea Baukrowitz, Tel.: 0160-7964244; andrea.baukrowitz@isf-muenchen.de.

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