Ausgaben für F&E steigen weltweit

Die weltweiten Ausgaben für Forschung & Entwicklung (F&E) sind 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent gestiegen, wie die Studie „Global Innovation 1.000“ von Booz & Company zeigt. Die Industrie im deutschsprachigen Raum hat während der zurückliegenden Weltwirtschaftskrise die Forschung nicht vernachlässigt. Die österreichischen Unternehmen liegen mit einem Wachstum von 9,6 Prozent sogar leicht über dem globalen Durchschnitt. Deutschland kann seine Position als Innovations-Europameister vor Frankreich und der Schweiz als Pharma-Hochburg verteidigen.

Ausgaben tendenziell beibehalten

„Österreichs Unternehmen haben ihre F&E-Anstrengungen tendenziell beibehalten. Während der Krisenjahre 2008/2009 war eine leichte Stagnation erkennbar, seit 2010 sieht man wieder eine leichte Steigerung“, so Helmut Gassler, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Technologie- und Regionalpolitik bei der Forschungsgesellschaft Joanneum Research http://joanneum.at , im Gespräch mit pressetext. Allerdings verzeichnet Österreich starke Wachstumsraten seit 20 Jahren. „Nach den ununterbrochenen Anstiegen ist nun der Nachholeffekt weg. Mittel- bis langfristig erwarten wir daher ein Abflachen des Wachstums auf sehr hohem Niveau“, meint der Experte.

Deutschland kann ein Wachstum von 8,9 Prozent aufweisen und steht mit einem kumulierten Investitionsvolumen von 38,6 Mrd. Dollar für sieben Prozent (2009: 7,6 Prozent) der weltweiten F&E-Investitionen in einer Gesamthöhe von 550 Mrd. Dollar. „Viele deutsche Unternehmen nehmen in der Technologie eine führende Position ein und haben generell große F&E-Budgets. Wir gehen davon aus, dass sie ihre starke Position weiterhin behaupten werden“, sagt Gassler.

Roche verteidigt Führungsposition
Von den 1.000 untersuchten Konzernen entfallen zwei Drittel der F&E-Ausgaben auf die Branchen IT & Elektronik, Pharma sowie Automobil. Unter den internationalen Top-10 finden sich allein fünf Pharmakonzerne. Vorjahressieger Roche verteidigte seine Führungsposition im internationalen Innovationsranking. Mit Pfizer und Novartis belegen zwei weitere Pharma-Player den zweiten und dritten Rang. Merck & Co belegt den fünften Platz nach Microsoft. Die Positionen sechs bis zehn gehen an Toyota, Samsung, Nokia, General Motors und Johnson & Johnson.

Deutschland ist mit 46 (Vorjahr 50) Vertretern im „Global Innovation 1.000“-Ranking präsent. Folgende Konzerne aus dem DAX 30 schafften es unter die Top-100: Volkswagen, Siemens, Daimler, BMW, Bayer, SAP, BASF, Continental und Merck. In Österreich sind mit voestalpine, Intercell, Andritz und Zumtobel vier Unternehmen unter den Top-Innovatoren. Im zunehmenden Maße finden sich Player aus den BRIC-Staaten im Ranking.

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Dieter N. Unrath pressetext.redaktion

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