61 Prozent der Finanzinstitute haben bei der Etablierung einer Collateral Management-Strategie noch einen weiten Weg vor sich

Clearstream: Die Beschaffung der bestmöglichen Sicherheiten zur Abdeckung von weltweiten Exposures rückt auf der Prioritätenliste von Finanzinstituten immer weiter nach oben. Die meisten Institute haben jedoch noch ein „großes Stück Arbeit“ vor sich, um mit einem klaren Konzept ihrem Collateral Management-Bedarf gerecht zu werden. Dies ergab eine anonyme Umfrage unter Bankexperten auf dem 18. Global Securities Financing Summit von Clearstream, der am 22. und 23. Januar 2014 in Luxemburg stattfand. Mehr als 850 Branchenvertreter aus der ganzen Welt nahmen an Konferenz, um das Thema Global Securities Financing voranzubringen.

Etwa 95 Prozent der Teilnehmer – Repräsentanten von überregional agierenden Instituten, Marktinfrastrukturen, Investmentbanken, Universalbanken und Zentralbanken aus allen Teilen der Welt – gaben an, dass die Beschaffung bestmöglich geeigneter Sicherheiten zur Erfüllung neuer Branchenstandards in den letzten 12 Monaten in ihrem Unternehmen an Bedeutung gewonnen hat. Gleichzeitig stimmten über 61 Prozent der Branchenvertreter zu, dass ihr Finanzinstitut bei der Etablierung klarer Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Erfüllung künftiger Collateral Management-Anforderungen noch einen längeren Weg vor sich hat. Laut Umfrage waren nur 13 Prozent der Befragten bereits entsprechend vorbereitet.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden regulatorischen Neuerungen weltweit, die eine höhere Besicherung von Finanzierungen vorsehen, stimmten zudem 85 Prozent der Befragten (stark) zu, dass Triparty Repo-Geschäfte als Ersatz für Barsicherheiten für Unternehmen zunehmend an Attraktivität gewinnen werden, da die Triparty Repo-Option mehr Sicherheit bietet. Ein Triparty Repo-Geschäft ist eine Transaktion, bei der die Auswahl der Sicherheiten sowie die Ersetzung, Bewertung, Abwicklung und Verwahrung während der Dauer des Repo-Geschäfts von den beiden Handelsparteien an eine dritte Partei, den sogenannten Triparty Agent, übertragen wird.

Stefan Lepp, Head of Global Securities Financing und Mitglied des Vorstands von Clearstream, sagte, die Umfrageergebnisse zeigten eindeutig, dass die Beschaffung von Sicherheiten die Branche weiterhin weltweit vor Herausforderungen stelle. Hier sei auch in Zukunft die Aufmerksamkeit und Unterstützung von Branchenexperten gefragt, um sicherzustellen, dass Finanzinstitute und Nicht-Banken (Corporates) die neuen Kapitalanforderungen erfüllen können.

„Die Finanzbranche ist sich bewusst, dass sie sich beim Collateral Management noch weiter verbessern muss, um zum Abbau von Risiken am Markt beizutragen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen“, so Stefan Lepp. „Zu bedenken ist, dass trotz der theoretischen Verfügbarkeit von Sicherheiten das Angebot in weiten Teilen immer noch fragmentiert ist, so dass sich die Erschließung und Mobilisierung von Sicherheiten schwierig gestaltet, was wiederum zu hohen Kosten führt. Gleichzeitig muss die Entstehung neuer systemischer Risiken durch Bündelung der Sicherheiten an einer einzigen Stelle verhindert werden. Unser Global Liquidity Hub, der Zugang zu Sicherheiten bietet, die oftmals weiter von unseren globalen strategischen Partnern verwahrt werden, erweist sich immer stärker als Best Practice-Lösung für die Branche.“

Über Clearstream

Clearstream ist das für Nachhandelsdienstleistungen und weltweite Bereitstellung von Liquidität zuständige Segment der Gruppe Deutsche Börse. Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream die Nachhandelsinfrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 53 Inlandsmärkten weltweit bereit. Rund 2.500 Finanzinstitute aus über 110 Ländern bilden die Kundenbasis des Unternehmens. Die Dienstleistungspalette umfasst die Emission, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren sowie die Bereiche Investment Fund Services und Global Securities Financing. Mit einem verwahrten Vermögen von 12,0 Billionen Euro ist Clearstream weltweit einer der größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere. Als Zentralverwahrer (CSD) mit Sitz in Frankfurt stellt Clearstream außerdem die Nachhandelsinfrastruktur für die deutsche Wertpapierbranche bereit.

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