Komfortablerer Zugang zu Bus und Bahn

BMBF fördert Projekt für elektronische Fahrkarte mit 2,4 Millionen Euro

Kunden des Öffentlichen Personenverkehrs sollen künftig Bus und Bahn mit einem automatischen Ticketsystem noch komfortabler nutzen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert dafür bis Mitte 2003 einen neuen Datenstandard und ein Computerprogramm mit rund 2,4 Millionen Euro. An dem Forschungsvorhaben „VDV-Kernapplikation“ sind der VDV-Förderkreis e.V. (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen), der Verkehrsverbund Oberelbe, der Rhein-Main-Verkehrsverbund sowie die Fraunhofer-Gesellschaft als Projektpartner beteiligt.

Das neue System soll die verschiedenen Angebote der Verkehrsunternehmen und -verbünde im Nah- und Fernverkehr aufnehmen und z. B. mit den Handys oder Chipkarten der Fahrgäste bundesweit vernetzen. Damit würde für die Verkehrskunden die Suche nach den richtigen Tarifen und die lästige Kleingeldnot am Fahrkartenautomaten entfallen. Denn auf der Basis der Neuentwicklung können die Verkehrsbetriebe unter anderem Programme anbieten, die den Fahrgast erkennen, wenn er Bus und Bahn betritt und verlässt sowie ihm ein entsprechendes elektronisches Ticket ausstellen. Dabei würde beispielsweise der Fahrpreis anschließend abhängig von der zurückgelegten Strecke automatisch vom Konto des Nutzers abgebucht. Schon jetzt besteht auch in anderen europäischen Ländern großes Interesse an der Neuentwicklung. Die aktive Rolle des VDV im europäischen Normungs-Ausschuss (CEN) ermöglicht einen weiteren Schritt in Richtung EU-Standardisierung.

Das Projekt baut auf zwei vom BMBF geförderte Forschungsvorhaben zur Mobilität in Ballungsräumen auf, mit denen das Elektronic-Ticketing vorangebracht wird. So wird für die Region Frankfurt/Rhein/Main im Rahmen des Projektes WAYflow mit dem MobiChip, ein System entwickelt, dass den Kunden nicht nur über Fahrpreise und Verbindungen, sondern auch über Ausflugsziele informiert. Im Raum Dresden wird im Rahmen des Projektes intermobil Region Dresden der Intermobilpass erprobt, der über die elektronische Geldbörse das Fahrgeld berechnet.

Weitere Auskünfte erteilen auch:

Herr Prof. Dr.-Ing. Müller-Hellmann
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen
Kamekestraße 37 – 39
50872 Köln
Tel.: (02 21) 5 79 79 – 1 28
E-Mail: mueller-hellmann@vdv.de

Herr Dr. Jost
Projekträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen
TÜV Energie und Umwelt GmbH
Siegburger Str. 231
50679 Köln
Tel.: (02 21) 6 50 35 – 1 41
E-Mail: peter.jost@de.tuv.com

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