Autos sollen sich bei Verkehrshindernissen selbst warnen können

Das BMBF fördert „Netzwerk auf Rädern“ (NOW) mit 4 Millionen Euro

Fahrzeuge sollen zukünftig derart miteinander kommunizieren können, dass sie sich bei Verkehrshindernissen selbst vorwarnen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit dem neuen Forschungsprojekt „Netzwerk auf Rädern“ („Network On Wheels“, kurz: NOW) in den kommenden 3 Jahren die Entwicklung eines marktfähigen Datenaustausches für den Verkehr mit insgesamt vier Millionen Euro. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin sowie Siemens und NEC arbeiten die Forschungsabteilungen von Audi, BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen zusammen an einem herstellerübergreifendem System zur Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation. Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus diesem Projekt fließen in eine gemeinsame europäische Initiative zur Standardisierung ein.

Miteinander kommunizierende Autos sollen für mehr Komfort und Sicherheit im Verkehr beitragen. Gerät ein Fahrzeug etwa durch Glatteis, einen Unfall oder einen plötzlich auftretenden Stau in eine kritische Situation, gibt es die entsprechenden Informationen an alle betroffenen Verkehrsteilnehmer im unmittelbaren Umkreis der Gefahrenstelle weiter. So werden die Fahrerinnen und Fahrer bereits im Vorfeld gewarnt und können frühzeitig auf die jeweilige Situation reagieren. Realisiert wird der Datenaustausch zwischen den Autos mit so genannten Ad-hoc-Netzen. Diese Kurzstrecken-Verbindungen bauen sich bei Bedarf spontan zwischen den Fahrzeugen auf, organisieren sich selbst und benötigen keine externe Infrastruktur. Technologische Basis dafür ist die Wireless LAN Technologie. Grundsätzlich kann dabei jedes Fahrzeug die Rolle des Senders und Empfängers übernehmen. So kann sich wie bei einem Staffellauf eine Informationskette aufbauen. Auch Verkehrsflüsse lassen sich dadurch effizienter steuern.

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