Luftbelastung in 20 Jahren mehr als halbiert

Symposium „Die Stadt der Zukunft“
ADAC-Präsident Meyer: Industrie muss Rußproblem lösen

München (ots) – Die Belastung der Luft in den Innenstädten durch den Straßenverkehr konnte seit Mitte der 80er Jahre auf Grund moderner Motorenkonzepte und Abgasreinigung um mehr als die Hälfte verringert werden. Dieser Prozess wird sich nach Ansicht von ADAC Präsident Peter Meyer weiter fortsetzen. „Wenn die zweite Generation dieser Technologien erstmals in der gesamten Fahrzeugflotte umgesetzt worden ist, wird das Problem Schadstoffemission praktisch kein Thema mehr sein“, so Meyer beim Symposium „Die Stadt der Zukunft“ am Freitag, 27. September 2002 in Wolfsburg.

Nach Ansicht Meyers gibt es aber durchaus auch noch Herausforderungen in Sachen Luftschadstoffe, insbesondere die Belastung durch Dieselruß. So hat der ADAC bereits im letzten Jahr in einem Dauertest nachgewiesen, dass ein mit einem Partikelfilter ausgerüsteter Pkw den Ausstoß der Rußpartikel um 98 Prozent verringern kann. „Die deutschen Autofahrer erwarten“, so Meyer, „dass sie kurzfristig beim Händler Dieselfahrzeuge kaufen können, die serienmäßig im Vergleich zu heute praktisch Null Rußpartikel ausstoßen. Wir vertrauen darauf, dass gerade die deutsche Automobilindustrie dazu in der Lage ist, diese Erwartung zu erfüllen.“

Über diese Forderungen hinaus wies der ADAC-Präsident darauf hin, dass eine Stadt der Zukunft keine Stadt ohne Auto sein wird, sondern eine Stadt, die alle Verkehrsmittel optimal nutzt. Sie wird weder autogerecht noch autofrei sein und dennoch wird das Auto eine Schlüsselrolle spielen.

Meyer sprach sich in diesem Zusammenhang auch für leistungsfähige Verkehrsmanagementsysteme aus, um die verschiedenen Verkehrsmittel besser zu vernetzen und die Verkehrsströme intelligenter zu lenken. Unsere Innenstädte müssen auch in Zukunft erreichbar sein, um sie attraktiv zu halten.“

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