Kontrollierter Sturz in die Tiefe – Nervenkitzel mit dem Power Tower 2

Power Tower 2

Das ist wirklich ein Nervenkitzel der besonderen Art: Mit 50 Kilometern pro Stunde aus knapp 70 Metern nach unten zu sausen und dann im letzten Moment wieder abgebremst zu werden. Diesen kontrollierten Sturz in die Tiefe bietet der „Power Tower 2“, der weltweit größte transportable Freifallturm für Volksfeste. Gebaut hat das Fahrgeschäft der Superlative das Münchner Unternehmen Maurer Söhne; für die kraftvolle Umsetzung des Systems sorgen zwei 450-Kilowatt-Motoren aus der Siemens-Fertigung in Nürnberg.

Seit etwa fünf Jahren sind die Freifalltürme eine Attraktion auf deutschen Volksfesten. Derzeit sind fünf Türme im Einsatz. Die Premiere des „Power Tower 2“ war vergangene Woche beim Frühjahrssend in Münster. Demnächst folgen die Palmkirmes in Recklinghausen und zu Ostern das Nürnberger Frühlingsfest. 13 Spezialfahrzeuge sind für den Transport nötig; rund 100 Tonnen wiegt der Aufbau. In der Gondel haben maximal 32 Wagemutige Platz. Sie sitzen in anatomisch geformten Sitzen und sind mit Sicherheitsbügel festgeschnallt. Der Aufstieg erfolgt mit maximal 17 Kilometern in der Stunde. Dort oben pfeift ihnen der Wind um die Ohren. Wegen der Anspannung kann kaum jemand den Ausblick richtig genießen. Dann kommt der freie Fall.

Sechs verschiedene Fahrprogramme sind möglich. Keine der Varianten schont die Magennerven. Bei „Pogo“ macht die Gondel während des Aufstiegs zwei kleinere Abstürze; bei „Double Jojo“ folgen auf den ersten Sturz zwei weitere. Maurer Söhne setzen beim Antrieb auf einen Seilzug – ähnlich wie in einer Gondelbahn. Die extreme und trotzdem sichere Beschleunigung ermöglichen zwei Siemens-Motoren. Trotz ihrer relativ leichten Bauweise bringen sie genügend Leistung, um eine Masse von mehr als 13 Tonnen – so viel wiegt die Gondel im vollbesetzten Zustand – aus dem Leerlauf in extrem kurzer Zeit auf Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen und auch abzubremsen. Für die speziellen Manöver müssen die Motoren auch extrem schnell die Drehrichtung wechseln können.

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Norbert Aschenbrenner NewsDesk

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