Plastikchips erkennen verdorbene Tiefkühlkost

Farbumschlag bei Kontakt mit schädlichen Ausdünstungen der Ware

Forscher um Dwight Miller vom National Center for Toxicological Research in Jefferson, Arkansas, haben einfache Plastikscheiben entwickelt, die verdorbene Tiefkühl-Lebensmittel anzeigen. Die Polymerscheiben werden in die Verpackung gegeben und verändern die Farbe, wenn die verdorbene Ware gesundheitsschädliche Dämpfe abgibt. Die Verfärbungen in pink, blau und gelb der Scheibe können Konsumenten anhand von Vergleichsfarben auf der Verpackung vergleichen und so einen Verderb unmittelbar feststellen. Die Plastikscheiben sollen laut Miller innerhalb der nächsten zwei Jahre auf den Markt kommen.

Die erste entwickelte Plastikscheibe ist ein Indikator für Tiefkühlfisch und Shrimps. Die organische Farbe für dieses Etikett entspricht jene, die Kaugummi pink färbt. Der Farbstoff reagiert mit den schädlichen Dämpfen, in diesem Fall Trimethylamin, Dimethylamin und Ammoniak, des verdorbenen Produkts. Der gleiche Test sollte auch auf die schädlichen Ausdünstungen von verdorbenen Rind- und Lammfleisch funktionieren. Einsatzfähig ist der Test bereits bei Elchfleisch, erklärte Miller in einem Bericht des New Scientist. Als nächstes wollen die Forscher einen Chip für Tiefkühlgemüse entwickeln, der die für den Verfall von Gemüse typische Säuren erkennt.

Media Contact

Sandra Standhartinger pressetext.austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie

Dieses Fachgebiet umfasst wissenschaftliche Verfahren zur Änderung von Stoffeigenschaften (Zerkleinern, Kühlen, etc.), Stoffzusammensetzungen (Filtration, Destillation, etc.) und Stoffarten (Oxidation, Hydrierung, etc.).

Unter anderem finden Sie Wissenswertes aus den Teilbereichen: Trenntechnologie, Lasertechnologie, Messtechnik, Robotertechnik, Prüftechnik, Beschichtungsverfahren und Analyseverfahren.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Röntgenanalyse ohne Zweifel

Vier Jahrzehnte währendes Rätsel kosmischer Röntgenstrahlung gelöst. Ein internationales Team unter Leitung des Heidelberger MPl für Kernphysik hat mit einem hochpräzisen Experiment ein Jahrzehnte währendes Problem der Astrophysik gelöst: Die…

Urknall-Forschung

ALICE-Experiment am CERN startet Testbetrieb mit Blei-Ionen – Goethe-Uni koordinierte Detektor-Umbau. Den Materiezustand kurz nach dem Urknall, das sogenannte Quark-Gluon-Plasma, erforscht das ALICE-Experiment am Teilchenbeschleunigerzentrum CERN in Genf, wo Blei-Ionen…

Meilenstein für die Lasertechnik

Freie-Elektronen-Laser, der von plasmabeschleunigten Teilchen angetrieben wird. Sie fungieren als wertvolle Forschungswerkzeuge: Freie-Elektronen-Laser (FELs) erzeugen ungemein intensive Lichtpulse. Insbesondere im Röntgenbereich lassen sich damit unterschiedlichste Materialien detailliert analysieren und ultraschnelle…

Partner & Förderer