Studie zu Verbreitung und Nutzen agiler Methoden abgeschlossen

Das BPM-Labor der Fachhochschule Koblenz hat eine umfassende Studie zu Verbreitung und Nutzen agiler Methoden wie Scrum oder Kanban durchgeführt. Mit 350 Teilnehmern und über 250 auswertbaren Fragebögen wird der Status quo agiler Methoden im deutschsprachigen Raum deutlich.

Anwender agiler Methoden sind auffallend erfolgreich und bewerten die neuen Methoden als viel zielführender als klassische Projektmanagement-Methoden. Auffallend ist die hohe Zahl von Unternehmen die agile Methoden mit klassischen Methoden vermischt oder nur fallweise einsetzt.

Schlüsselergebnisse der Studie

• Agile Methoden werden mehrheitlich mit ‚klassischen‘ Methoden kombiniert (‚Sowohl-als-auch-Nutzung‘ oder Mischform)

• Die Nutzung agiler Methoden geht mit einer wesentlich veränderungsorientierteren Unternehmenskultur einher

• Fast ein Viertel der Anwender, die agile Methoden einsetzen, tun dies im NON-IT-Bereich

• Die Nutzung agiler Methoden hat seit 2008 einen sehr starken Aufschwung genommen

• Kanban, Extreme Programming und insb. Scrum sind die verbreitetsten agilen Methoden

• Umsteiger auf agile Methoden sehen deutliche(!) Verbesserungen bei der Erfolgsquote

• Scrum wird von durchgängig agilen Nutzern zu 100% als gut oder sehr gut bewertet.

• Die Anwender agiler Projektmanagementmethoden bewerten die von Ihnen genutzten Praktiken in allen Kriterien (Gesamtbewertung, Termintreue, Mitarbeiterzufriedenheit, …) besser als die Anwender klassischer PM-Methoden.

Dies gilt nicht nur für jedes einzelne Kriterium, sondern auch in allen direkten Vergleichen (klassisches Projektmanagement zu durchgängig agil, sowohl-als-auch-Anwendung, Mischformen)

• Nur 5% der Nutzer agiler Methoden sehen keine Verbesserungen bei Ergebnissen und Effizienz.

• Anwender agiler Methoden waren als Unternehmen im Branchenvergleich in den letzten 3 Jahren erfolgreicher als die Anwender klassischer PM-Methoden (Eigeneinschätzung)

Zitate Prof. Dr. Komus
„Wir haben schon lange vermutet, dass agile Methoden wie Scrum und Kanban nicht nur die IT-Entwicklung, sondern auch Bereiche wie die Produktentwicklung, das IT-Management und vor allem das Prozessmanagement grundlegend verändern würden, aber die Ergebnisse haben unsere Erwartungen übertroffen.“
„Agile Methoden sind gekommen, um zu bleiben. Die hohe Zufriedenheit mit Scrum, Kanban und Extreme Programming zeigt, dass sich das Management von Entwicklungsprozessen und Projekten nachhaltig verändern wird.“

„Die Studienergebnisse lassen vermuten, dass agile Methoden nicht nur in ihrer reinen, durchgängigen Form das Management verändern werden. Vielmehr werden wir augenscheinlich sehr oft auch vermischte und kombinierte Ansätze sehen.“

Kontakt, Abschlussbericht und weitergehende Informationen
www.status-quo-agile.de
E-Mail: info@status-quo-agile.de
Twitter: http://twitter.com/sq_agile
Der Abschlussbericht wird gerne in Langform oder Kurzform kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dazu bitte eine formlose E-Mail mit den Kontaktdaten (Name, Firmenname, Mailadresse) an info@status-quo-agile.de
BPM-Labor, Prof. Dr. Ayelt Komus
Prof. Dr. Ayelt Komus – Leiter des BPM-Labors – ist Professor für Organisation und Wirtschaftsinformatik an der FH Koblenz. Er ist weiterhin Leiter des BPM-Labors der FH Koblenz, wissenschaftlicher Leiter der Rechenzentren der Fachhochschule Koblenz und Mitbegründer der Modellfabrik Koblenz.
Prof. Dr. Komus ist Certified Scrum Master, Herausgeber von ‚BPM Best Practice‘ (Springer Verlag), Mitinitiator vom Praxisforum BPM & ERP (www.bpmerp.de) und dem IT-Radar für BPM und ERP (www.it-radar.info). Er ist seit mehr als 15 Jahren im Bereich BPM, Organisationsmanagement und IT-Management aktiv.
Bisherige Studien/Aktivitäten des BPM-Labors umfassen unter anderem (Auswahl):
– BPM-Umfrage (BPM in Mittelstand und Groß-unternehmen, ca. 500 Teilnehmer)
– BPM und Six Sigma (Zusammenspiel mit anderen Methoden, > 450 Teilnehmer)
(www.bpm6sigma.de)
– BPM-Check (Methode zur Selbstevaluation mit IHK Koblenz)
– Q-in-BPM (Studie zum Qualitätsmanagement innerhalb des BPM) (www.q-in-bpm.info)
– BPM Best Practice (Studie mit pers. Interviews mit Best-Practice-Unternehmen wie Deutsche Bank, Lufthansa, Bayer, VW u.v.a.)

Weitere Informationen auch unter www.komus.de

Die Fachhochschule Koblenz
Aus einer renommierten Ingenieurschule hervorgegangen, bietet die Fachhochschule Koblenz verschiedene technische Studiengänge an. Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge sowie Kunst ergänzen die Fächerpalette und schaffen damit eine hervorragende Ausgangsbasis für interdisziplinäre Studienangebote.
Kurze Ausbildungszeiten und die große Praxisnähe machen ein Studium an der Fachhochschule Koblenz besonders attraktiv. An ihren drei Standorten Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen wirkt die Fachhochschule Koblenz unmittelbar in die Region hinein und arbeitet mit Unternehmen und Institutionen eng zusammen. Auch die Internationalität hat an der Hochschule einen besonderen Stellenwert. Die Studierenden lernen Fachfremdsprachen und hören zum Teil englischsprachige Vorlesungen. Zahlreiche Kooperationsabkommen mit Hochschulen in ganz Europa und Übersee ermöglichen einen internationalen Austausch von Lehrenden und Studierenden.
Zur Zeit studieren rund 7.400 junge Frauen und Männer an den drei Standorten Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen.

Ab 17.7.2012 heißt die Fachhochschule Koblenz Hochschule Koblenz.

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Prof. Dr. Ayelt Komus Hochschule Koblenz

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