Im russischen Sicherheitsmarkt entscheidet der Aufbau von lokalen Partnerschaften über den Erfolg

Der russische Sicherheitsmarkt befindet sich in einer Phase erheblicher Investitionsaktivität, da die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi und die Fußballweltmeisterschaft 2018 bevorstehen.

Diese beiden Ereignisse rücken das Land in den Fokus der Weltöffentlichkeit und kurbeln die Sicherheitsausgaben an – und zwar nicht nur in Stadien, sondern ebenso im gesamten Infrastrukturbereich. Es gibt zudem einen wachsenden Bedarf an neuen Technologien und integrierten Lösungen. Obwohl mehrere starke russische Unternehmen mit lokalen Netzwerken und technischer Leistungsfähigkeit vorhanden sind, gibt es dennoch Chancen für internationale Anbieter.

„Der Ausbau der Infrastruktur ist ein wichtiger Indikator für den Sicherheitsbedarf“, erklärt Frost & Sullivan (www.frost.com) Vice President for Aerospace, Defence & Security, Herr Steven Webb. „Die größten Infrastrukturprogramme sind für Öl und Gas sowie Massenverkehrsmittel und Stromerzeugung vorgesehen. Öl und Gas übernehmen eine allesentscheidende Rolle in der russischen Wirtschaft, und die sichere Versorgung ist von zentraler Wichtigkeit.“

Die Gesamtausgaben für Infrastruktur belaufen sich auf 626,2 Milliarden US-Dollar und stellen in den nächsten 15 Jahren wesentliche Chancen für Sicherheitsintegratoren dar. Die Programme 'Urbane Sicherheit' bzw. 'Sichere Stadt' (engl. Safe Cities) dürften auf weitere russische Großstädte ausgeweitet werden, die dem Moskauer Vorbild nachfolgen. Verbesserte Netzwerke von Ersthelfern mittels LTE-Nutzung, verstärkte Investitionen bei der Sicherung von Gewerbeflächen und Banken sowie Investitionen in staatliche Dienstleistungen wie etwa Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen bieten zusätzliche Möglichkeiten.

Bevorstehende Großveranstaltungen in Russland haben möglicherweise Katalysatorfunktion für größere Bereitstellungen im Bereich Sichere Stadt, wobei die Führungs- und Steuerungsstrukturen zentral zusammenlaufen und mehrere Dienststellen miteinander verbinden. Sotschi hat die Olympischen Winterspiele sicherlich genutzt, um seine IT- und Kommunikationsinfrastruktur zu modernisieren und das Sicherheitsniveau in der ganzen Stadt anzuheben. Da Sicherheit eine hohe Priorität einnimmt, dürften andere Städte ähnliche Programme aufsetzen.

Zudem ist der Grenzschutz und die Gefahrenabwehr im Seeverkehr ein wichtiger Schwerpunkt der Russischen Föderation. Erhebliche Investitionen werden erwartet, weil Russland sein Modernisierungsprogramm vorantreibt und sich auf den arktischen Raum konzentriert. Staatliche Stellen haben Pläne bestätigt, die Landesgrenzen zu sichern und veraltete physische Sicherheitsmaßnahmen durch moderne Nachrichten-, Überwachungs- und Aufklärungstechnologien zu ersetzen. Hierzu sind auch Radarsysteme, unbemannte Luftfahrzeuge, Überwachungskameras und Nachtsichttechniken zu zählen.

„Russische Behörden konzentrieren sich auf innovative Lösungen im Bereich Grenzschutz und wollen biometrische Verfahren bei der Sicherung der Grenzen einsetzen“, fügt Herr Webb hinzu. „Der erste Schritt in dieser Übergangsphase war die Einführung der ePassports im Jahr 2012. ePassports enthalten die Fingerabdruckdaten des Passinhabers, wodurch der Reisende die Möglichkeit hat, elektronische Zugangspforten (eGates) eigenständig zu bedienen und zu nutzen. Dieses neue Dokument hat Russland weitere Investitionen in die innovativen Technologien ermöglicht. Nach Ablauf der Testphase der eGates im Jahr 2011 sind sie jetzt an verschiedenen Grenzübergängen im Dauereinsatz.“

Der russische Sicherheitsmarkt ist aufgrund seiner Mischung aus nationalen und internationalen Unternehmen stark fragmentiert. Im Bereich Zugangskontrolle bieten viele leistungsfähige lokale Teilnehmer relativ einfache Lösungen an.

Der Weg zum Markt verläuft für internationale Anbieter über stark aufgestellte, lokale Vertriebshändler und Beziehungen zu vor Ort ansässigen Sicherheitsintegratoren. Ähnlich wie in anderen Teilen der Welt lassen sich Russlands Integratoren in die zwei Gruppen der IT- bzw.

Telekommunikationsdienstleister einteilen, die weit mehr als reine Sicherheitsleistungen anbieten, einschließlich Unternehmenslösungen wie etwa Kontaktzentren, IP-Telefonie und Datenspeicherung sowie klassische Sicherheitsdienste.

„Russland bietet den Unternehmen geschäftliche Chancen, die bereit sind, Zeit in den Aufbau von Beziehungen zu investieren“, fasst Herr Webb zusammen. „Die Technologie für komplexe Sicherheitsanforderungen wird ständig verbessert, und russische Unternehmen werden in zunehmendem Maße um die Arbeit auf den internationalen Märkten konkurrieren. Jedoch ist heute noch eine Technologielücke zu erkennen – und dieses Gefälle kann durch Partnerschaften überwunden werden.“

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans Studien zum Sicherheitsmarkt, wenden Sie sich bitte an Katja Feick, Corporate Communications (katja.feick@frost.com), unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdetails.

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