Mehr ÖPNV und Fahrrad, weniger Motorisierter Individualverkehr

Hauptprobleme sind bislang die Parkplatznot auf dem Campus und die Überfüllung der U35 jeweils zu Stoßzeiten. Mit einem Mix aus infrastrukturellen, technischen und kommunikativen Maßnahmen sollen diese Probleme angegangen und bis Anfang 2014 erste Erfolge erzielt werden.

Befragung zur Mobilität

7.799 Studierende und Beschäftigte der RUB hatten Anfang 2012 an einer Befragung zur Mobilität teilgenommen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Befragten vor allem Parkplatznot und überfüllte U-Bahnen als tägliche Probleme wahrnehmen. Andererseits zeigten sich viele bereit, das eigene Verhalten zu ändern: So würden 17% lieber häufiger mit dem Rad und 21% lieber häufiger per ÖPNV zur Uni kommen, wenn die Grundlagen dafür geschaffen wären.

Vier wesentliche Ziele

Basierend auf den Ergebnissen der Befragung und mit Blick auf die doppelten Abiturjahrgänge in NRW hat die RUB eine umfassende Mobilitäts- und Verkehrsstrategie entwickelt, die am 10.7. vom Rektorat zustimmen zur Kenntnis genommen wurde und nun umgesetzt wird. Folgende Ziele stehen im Mittelpunkt: weniger Nachfrage nach Parkplätzen, weniger Überfüllung im ÖPNV zu Stoßzeiten, eine Reduzierung von Problemen des zu erwartenden zusätzlichen Pendelverkehrs durch den Doppelten Abiturjahrgang 2013 sowie eine stärkere Berücksichtigung der Erfordernisse für eine nachhaltige und klimaschonende Mobilitätskultur bei der baulichen Campusentwicklung.

Gleichberechtigung

Alle Verkehrsteilnehmer an der RUB werden gleichberechtigt behandelt. So soll der Campus für Fußgänger (auch Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen) attraktiv, sicher und barrierefrei werden – und zu jeder Tageszeit und bei jeder Witterung zu Fuß gut zu erreichen sein. Die RUB soll für Radfahrer aus umliegenden Stadtteilen und Städten besser erschlossen werden. Auf dem Campus selbst soll das stufenlose Passieren an verschiedenen Stellen möglich sein und es soll zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Räder geben. Damit mehr RUB-Mitglieder vom Pkw auf Bus & Bahn umsteigen (und somit den Parkraum entlasten), muss der ÖPNV attraktiver werden. Zum einen können die Nachfragespitzen durch organisatorische Maßnahmen an der RUB reduziert werden – z.B. durch die Staffelung von Vorlesungszeiten, aber auch das Anpassen von Kapazitäten und die Prüfung alternativer Routen zur U35.

Um den ÖPNV für Beschäftigte attraktiver zu gestalten, will man Optionen für ein preislich interessanteres Job Ticket prüfen. Diese Maßnahmen werden wahrscheinlich schon dazu beitragen, den Anteil des Motorisierten Individualverkehrs bei Studierenden und Beschäftigten zu senken. Gleichzeitig kann aber auch der ruhende Pkw-Verkehr besser abgewickelt werden: z.B. durch neue Konzepte für Parkraummanagement und -bewirtschaftung. Zudem soll universitätsnahes und verkehrsgünstiges Wohnen gefördert werden. Alle Maßnahmen geschehen in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern – extern z.B. mit der Stadt Bochum und angrenzenden Kommunen, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) und der BOGESTRA sowie innerhalb der RUB mit dem Studierendenwerk AKAFÖ, den Personalräten und dem AStA.

Die einzelnen Schritte sollen zukünftig transparent kommuniziert werden. Dafür wird als erster Schritt demnächst ein erweiterter Internetauftritt der Strategie online gehen. Konstruktive Anregungen durch Beschäftige und Studierende sind dabei auch zukünftig sehr willkommen. 2014 wird der Erfolg der Maßnahmen erstmals überprüft, um eine Folgestrategie zu verabschieden.

Weitere Informationen

Björn Frauendienst, Dezernat 5 und Projektgruppe RUB.2013, Tel. 0234/32-26505 bjoern.frauendienst@uv.rub.de
Angeklickt

RUB 2013 – Mobilität http://www.ruhr-uni-bochum.de/rub2013/mobilitaet/

Redaktion: Arne Dessaul

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Dr. Josef König idw

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