Brustkrebs: Gen-Fehler stoppt Tamoxifen-Wirkung

Wissenschaftler des Breakthrough Breast Cancer Research Centre haben herausgefunden, warum manche Frauen auf die Behandlung gegen Brustkrebs nicht ansprechen. Die Ursache ist ein genetischer Fehler. Das Forscherteam um Nick Turner geht aber davon aus, dass dieser sich beheben lässt.

Übermaß an FGFR1

Den meisten Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, erhalten Tamoxifen, um ein erneute Erkrankung zu verhindern. Nicht alle Frauen sprechen jedoch auf die Behandlung an. Experten gehen davon aus, dass ein Drittel von der Einnahme gar nicht profitiert, berichtet BBC. Entscheidend soll ein Übermaß des Gens FGFR1 sein, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Cancer Research.

Diese Entdeckung könnte zu neuen Behandlungsansätzen für diese Frauen führen. FGFR1 soll einfach deaktiviert und damit die Wirksamkeit des Medikaments hergestellt werden. Die Wissenschaftler haben bereits im Labor nachgewiesen, dass das möglich ist. Sie setzten ein Medikament ein, das die Aktivität von FGFR1 einfach „ausschaltete“. War das Gen gestoppt, erhielten hormonbasierte Medikamente wie Tamoxifen ihre Wirksamkeit zurück.

Neue Behandlungsmöglichkeiten

Die Forscher gehen davon aus, dass diese Forschungsergebnisse jährlich tausenden Frauen helfen können. Eine von zehn Brustkrebspatientinnen verfügt über ein Übermaß an FGFR1. Turner betonte, dass das Wissen darüber, wie dieses Gen zu einer Tamoxifen-Resistenz führen kann, neue Möglichkeiten für die Behandlung von Brustkrebs bei Patientinnen eröffne, die sonst nur schlechte Resultate erzielen könnten.

Derzeit werde eine ganze Reihe von Medikamenten entwickelt, die die Aktivität von FGFR1 stoppen sollen. In klinischen Studien wird untersucht, ob diese Medikamente bei Krebsformen mit zu vielen Kopien dieses Gens wirken. In einer weiteren Studie soll nun untersucht werden, ob ein Medikament, das dieses Gen blockiert, der Hormon-Therapie-Resistenz bei Brustkrebspatientinnen entgegen wirken kann. „Bestätigen diese Tests unsere Arbeit im Labor, könnten wir vor dem Durchbruch für einen neuen Behandlungsansatz gegen Brustkrebs stehen.“

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Michaela Monschein pressetext.austria

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