Stressige Arbeitssituation verdoppelt Risiko eines zweiten Herzanfalls

Menschen, die nach einem Herzanfall in ihren stressigen Job zurückkehren sind gefährdeter, einen zweiten Anfall zu erleiden als jene, die arbeitsmäßig weniger belastet sind. Wissenschaftler der Universite Laval begleiteten rund 1.000 Patienten, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten.

Innerhalb von sechs Jahren hatten mehr als 200 der Teilnehmer erneut Herzprobleme. Jene mit einem stressigen Job hatten ein doppelt so hohes Risiko wieder zu erkranken. Als belastenden Job definierten die Forscher im Journal of the American Medical Association eine hohe Arbeitsbelastung in Kombination mit geringen Entscheidungsbefugnissen.

Frühere Studien haben laut BBC bereits einen Zusammenhang zwischen der Belastung im Job und dem ersten Herzanfall hergestellt. Wenig war jedoch laut den Wissenschaftlern über den Zusammenhang mit weiteren Herzproblemen bekannt.

Die Ergebnisse veränderten sich nicht, auch als andere Risikofaktoren wie Lebensstil, soziologische Gruppe und die klinische Prognose berücksichtigt wurden. Obwohl weitere Studien notwendig seien, könnten die gesammelten Informationen bereits jetzt in der Praxis umgesetzt werden. Generell wird empfohlen, die Arbeitsbelastung nach der Rückkehr in den Job zu verringern.

June Davison, eine auf Herzkrankheiten spezialisierte Krankenschwester der British Heart Foundation bestätigte, dass Menschen sich eher gestresst fühlen, wenn sie wenig Kontrolle über die Situation am Arbeitsplatz haben und sehr viele Aufgaben zu erfüllen haben. „Wir müssen mehr darüber wissen, wie sich Stress auf unser Herz und unseren Kreislauf auswirkt. In der Zwischenzeit können wir uns nur selbst helfen, in dem wir Stressfaktoren erkennen und lernen mit stressigen Situationen umzugehen.“

Media Contact

Michaela Monschein pressetext.austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen

Hier bietet Ihnen der innovations report interessante Studien und Analysen u. a. aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen, Medizin und Pharma, Ökologie und Umwelt, Energie, Kommunikation und Medien, Verkehr, Arbeit, Familie und Freizeit.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Die Gene des sechsten Sinns

Ohne sie wäre gezielte Bewegung unmöglich: Nur dank spezieller Sensoren in den Muskeln und Gelenken weiß das Gehirn, was der Rest des Körpers tut. In „Nature Communications“ beschreibt ein Team…

Künstliche Intelligenz für die Lymphom-Diagnostik

Die Universität Kiel und das UKSH ist an einem interdisziplinären Projekt beteiligt, das die digitale Analyse von mikroskopischen Bildern erprobt und prüft, ob künstliche Intelligenz molekulare Analysen ersetzen kann. Die…

Immunbooster hilft bei viralen Atemwegserkrankungen

Zentrum für Klinische Studien (ZKS) bringt Erkenntnisse aus der Wissenschaft in die praktische Anwendung. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist deutschlandweit eine der führenden Einrichtungen in der Impfstoff-Forschung. Bevor neue…

Partner & Förderer