Megacities der Welt lebenswert gestalten

Buenos Aires <br>Seinen Namen erhielt Buenos Aires von der frischen Meeresbrise, der die Stadt ihre „gute Luft“ zu verdanken hat. Doch können auch die Meereswinde die argentinische Hauptstadt nicht mehr vor dem dichten Smog bewahren, der heute über der Stadt liegt. Knapp die Hälfte aller argentinischen Industriebetriebe ist im Großraum Buenos Aires angesiedelt. Hier bietet das weit verzweigte Nahverkehrssystem der Hauptstadt etwas Erleichterung. Mit Hilfe von Siemens wird das elektrische System der U-Bahn-Linie A – der ältesten in Südamerika – modernisiert, und Siemens ist ebenfalls für die Instandhaltung von 16 U-Bahn-Triebzügen der Linie E verantwortlich. <br>Überirdisch übernimmt ein Videoüberwachungssystem mit einer von Siemens realisierten IT-Plattform die Geschwindigkeitskontrolle auf den Straßen der Stadt, und auf dem Flughafen stammt das Leit- und Kontrollsystem von Siemens.<br>Siemens hat in Buenos Aires eine lange Tradition. In den 1930er Jahren entstanden mit Hilfe von Siemens der Obelisco, das Wahrzeichen der Stadt, die Avenida 9 de Julio, die breiteste Straße der Welt, und die U-Bahn-Linien B und C. Das Unternehmen lieferte auch die Beleuchtung der Schnellstraße Buenos Aires - Luján, die Flutlichtstrahler im berühmten Fußballstadion River Plate und es rückte die Fußgängerbrücke Puente de la Mujer des spanischen Architekten Santiago Calatrava ins rechte Licht. Siemens Technologien sind auch im Gesundheitswesen verbreitet, wie etwa die Siemens Lösung IMED, mit der sich die Kosten und der Bedarf an medizinischen Behandlungen und Medikamenten überwachen lassen und über die jeden Monat zwei Millionen Transaktionen abgewickelt werden. Siemens realisierte außerdem ein geographisches Informationssystem, in dem Daten und Akten zum Eigentum und Wert von Stadtgrundstücken und Gebäuden gespeichert werden. Um die Zustellung zu verbessern und zu verkürzen, modernisierte Siemens die 240 Filialen der größten argentinischen Postgesellschaft durch die Installation neuer IT-Systeme. Die Lösungen des Konzerns haben auch die Prozesse im Industrie- und Verwaltungssektor optimiert: So zeichnet Siemens beispielsweise für die Umstellung der Administration des Standesamtes von Buenos Aires von Papier auf elektronische Dokumente verantwortlich.

Eine von Siemens unterstützte Studie zeigt, welchen Herausforderungen sich insbesondere Megacities weltweit stellen müssen. Pictures of the Future beschreibt, welche Faktoren eine Stadt lebenswert machen und wie technische Lösungen dazu beitragen können.

Innovationen spielen dabei eine maßgebliche Rolle, egal ob beim Thema Sicherheit, Verkehr oder Beleuchtung. Mit Verkehrsproblemen kämpfen alle großen Städte, bei Sicherheitslösungen sind beispielsweise London oder Chicago Vorreiter, und bei der Beleuchtung wird deutlich, dass Leuchtdioden künftig das Erscheinungsbild von Städten stark verändern werden.

Im Interview sprechen der Experte Prof. Harald Mieg über die so genannte Stadtpsychologie und der ehemalige Gouverneur des brasilianischen Bundesstaates Paraná über die ökologische Mustermetropole Curitiba.

Link zu Megacities

Das Heft kann kostenlos im Internet unter http:// www.siemens.de/pof bestellt werden. (IN 2007.05.1)

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Dr. Norbert Aschenbrenner Siemens InnovationNews

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