Forschung für Pandemie-Impfstoff weiter Priorität

GlaxoSmithKline startet weitere Studien zur Impfstoff-Entwicklung für den Pandemiefall

Die Impfstoff-Forschung bei GlaxoSmithKline (GSK) verfolgt mehrere Zielrichtungen, um gegen ein mögliches Pandemie-Virus den bestmöglichen Impfstoff zu entwickeln. In einer internationalen Studie testet GSK nun einen Impfstoff-Kandidaten der zweiten Generation. Dieser enthält ein modernes Adjuvans, das den Körper zu einer Immunantwort stimulieren soll, die gegen verschiedene Varianten von H5N1 wirksam ist. Für die Studie in Deutschland sucht GSK aktuell noch Teilnehmer.

GSK hält konsequent am Programm zur Vorsorge gegen eine Pandemie fest. Dr. Michael Herschel, Leiter Klinische Forschung bei GlaxoSmithKline, betont: „Das H5N1-Virus ist zwar aus den Schlagzeilen, aber leider nicht aus der Welt. Experten schätzen, dass die Risiken durch die Vogelgrippe derzeit größer sind als im vergangenen Herbst. Deshalb muss die Forschung konsequent weitergehen, damit wir möglichst bald sichere und wirksame Impfstoffe in ausreichender Menge bereitstellen können.“

Die internationale GSK-Studie für den Impfstoff der zweiten Generation wird von Belgien aus koordiniert; die Durchführung erfolgt in sieben europäischen Ländern. Für die erste dieser Studien hat die zuständige Ethikkommission ihre Zustimmung bereits erteilt. Anfang der Woche gab nun auch das Paul Ehrlich-Institut (PEI) grünes Licht. So kann GSK jetzt auch in Deutschland an fünfzehn Prüfzentren und Unikliniken mit insgesamt 1.000 Probanden den neuen Impfstoff testen. Vorläufige Ergebnisse der Studie werden noch 2006 erwartet. GSK ist zuversichtlich, dass die Herstellung eines Impfstoffes der zweiten Generation eventuell noch in diesem Jahr möglich wird.

Bei der Studie werden neben der Immunantwort auch Sicherheit und Verträglichkeit des Impfstoffes geprüft. Der Impfstoff wird mit inaktivierten (abgetöteten) H5N1-Viren hergestellt. Beigefügt wird das Adjuvans AS03 – ein gezielter Hilfsstoff, um die Immunantwort zu verstärken. Teilnehmer erhalten zwei Impfungen im Abstand von ca. drei Wochen; die Studiendauer beträgt 180 Tage. Für die Prüfzentren, die im ganzen Bundesgebiet liegen, können sich noch Probanden bewerben.

Interessenten können sich direkt bei GlaxoSmithKline unter der Servicenummer 0180 / 3456 100 (9 Cent/Minute aus dem Festnetz der Telekom) melden.

GSK-Investition für neue Impfstoffe

Bei GlaxoSmithKline fließen weltweit fast zwei Milliarden Euro in Grippe- und Pan-demievorsorge. Die Herstellungskapazität wird deutlich ausgebaut und neue Technologien werden entwickelt. 100 Millionen Euro investiert GSK zurzeit in sein Werk in Dresden, das ab 2008 die doppelte Menge an Grippeimpfstoff liefern soll. Dabei entstehen 170 Arbeitsplätze.

Media Contact

Katja Riegger GlaxoSmithKline

Weitere Informationen:

http://www.gsk.com

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen

Hier bietet Ihnen der innovations report interessante Studien und Analysen u. a. aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen, Medizin und Pharma, Ökologie und Umwelt, Energie, Kommunikation und Medien, Verkehr, Arbeit, Familie und Freizeit.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Neue Simulationsmöglichkeiten für strömungs- und energietechnische Untersuchungen

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden hat seine Simulationsmöglichkeiten am Standort erweitert, um strömungs- und energietechnische Vorgänge in Materialien noch besser untersuchen zu können. Durch die…

Messung der Trackingreichweite bei VR-Trackingsystemen

Head-Mounted Displays Für die Analyse wurde die Trackingreichweite der Trackingsysteme bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemessen und verglichen. Im Rahmen des Projekts Applikationszentrum V/AR stellt das Virtual Dimension Center (VDC) jetzt seine…

Der Nordatlantik verändert sich, aber die Zirkulation ist stabil

Neue Studie zeigt Kontrast zwischen Ozean-Eigenschaften und Strömungen. Im Zuge des Klimawandels verändern sich auch Eigenschaften des Nordatlantiks wie Sauerstoffgehalte, Temperaturen oder Salzgehalte – und zwar bis in große Tiefen….

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close