Sportbeteiligung lässt auch im Alter nicht nach

Gut ausgebildete Menschen treiben mehr Sport, auch im Alter, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des DIW Berlin. Das Alter hat einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die sportliche Aktivität eines Menschen, wichtiger sind die Faktoren Bildung und wirtschaftliche Situation des Einzelnen. Rund 30% der Bevölkerung in Deutschland treibt mindestens einmal in der Woche Sport. Zwar geht die sportliche Betätigung im Alter etwas zurück, allerdings nur leicht, nämlich um 0,1 Prozentpunkte pro Jahr steigenden Durchschnittsalters .

Es zeigt sich, dass die Sportbeteiligung von Migranten, insbesondere jenen aus der Türkei und den südlichen europäischen Ländern, deutlich geringer ist als bei der deutschen Bevölkerung. Zuwanderung muss jedoch nicht zwangsläufig zu einem geringeren Grad an Sportpartizipation führen. Denn mit wachsendem Bildungsniveau und steigendem Einkommen geht in allen Bevölkerungsteilen auch eine erhöhte sportliche Aktivität einher. So ist trotz demographischen Wandels sogar Spielraum für eine Steigerung der Sportpartizipation bei Erwachsenen. Dies sollte u.a. bei der Planung der Sportinfrastruktur berücksichtigt werden.

Die Analysen wurden auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels erstellt, das am DIW Berlin erhoben wird. Derzeit stellen die Datensätze des SOEP die einzige Datenquelle dar, die verlässliche Auskunft über demographisch-ökonomische Effekte auf die Sportpartizipation in Deutschland geben können.

Christoph Breuer, Sportpartizipation in Deutschland – ein demo-ökonomisches Modell, Diskussionspapier 575/2006, DIW Berlin.

Prof Dr. Christoph Breuer ist seit dem ersten 1. Mai Forschungsprofessor am DIW Berlin. Hauptberuflich ist er an der Deutschen Sporthochschule in Köln als Hochschullehrer tätig.

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Renate Bogdanovic idw

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