Gabriel: Umweltschutz ist ein wichtiger Faktor für Wachstum, Beschäftigung und Innovation

Umwelt und Klimaschutz sichern in Deutschland rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze und stärken unsere Position auf den Exportmärkten. Das ist Ergebnis einer vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Studie, die jetzt in einer Broschüre veröffentlicht worden ist. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Der Umweltschutz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das Binnenmarktvolumen und unsere hervorra-gende Position auf den internationalen Märkten tragen zu Beschäftigung, Innovation und Wachstum in Deutschland bei.“ Deutschland war 2003 mit einem Export im Umfang von 31 Milliarden Euro Exportweltmeister bei den Umweltschutzgütern und wird diesen Platz allen Schätzungen nach auch in der Bilanz für 2004 behaupten. In Deutschland wurden im Jahr 2004 Umwelt- und Klimaschutzgüter im Umfang von 55 Milliarden Euro hergestellt, die bereits 5,1 % der gesamten Industriegüterproduktion ausmachen.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) und das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) haben die vom Bundesamt betreute Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums erarbeitet. Sie untersucht die wirtschaftlichen Potenziale, die Beschäftigungswirkungen sowie das Innovationsverhalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Umweltschutzwirtschaft.

Wichtiger Untersuchungsgegenstand der Studie war auch das Innovationsverhalten der Un-ternehmen. Als Ergebnisse ragen zwei Aspekte heraus: Mit 3,3 % aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Umweltschutz liegt Deutschland weit über dem OECD- und auch dem EU-Schnitt. Bei europäischen Patentenanmeldungen in der Umwelttechnik nimmt Deutschland den Spitzenplatz ein.

Gabriel: „Umweltpolitik ist in Deutschland ein Innovationsmotor. Dank unserer Umwelttechnik haben wir eine führende Position auf den internationalen Märkten. Aber darauf können wir uns nicht ausruhen. Wer morgen Märkte besetzen will, muss heute handeln. Dazu trägt eine anspruchsvolle und berechenbare Umweltpolitik bei. Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz sind längst keine rein ökologischen Fragen, sondern harte ökonomische Zu-kunftsthemen.“

Die Ergebnisse der Studie sind in der Broschüre „Wirtschaftsfaktor Umwelt“ zusam-mengefasst, die im Internet unter der Adresse www.bmu.de/wirtschaft-und-umwelt als PDF-Datei abrufbar ist. Sie kann auch kostenlos bestellt werden beim Bundesum-weltministerium, Postfach 30 03 61, 53183 Bonn, Telefon: 01888/305-3355, Fax: 01888/305-3356 oder per e-Mail unter: bmu@broschuerenversand.de.

Die vollständige Studie wird in Kürze in der Reihe TEXTE des Umweltbundesamtes veröffentlicht (www.uba.de).

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Michael Schroeren BMU-Pressereferat

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