Verringerung der Kalorienzufuhr soll Lebenserwartung erhöhen

Körpertemperatur und Insulinwerte deutlich verringert

Menschen, die ihre Kalorienzufuhr deutlich verringern, entwickeln Merkmale, die in Tierversuchen mit einer langen Lebensdauer in Zusammenhang gebracht werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Teams um Eric Ravussin von der Louisiana State University gekommen. Die Reduzierung der Kalorien verringerte die Körpertemperatur und die Insulinwerte, die Schädigung der DNA nahm gleichzeitig ab. Weitere Tests sind jedoch laut New Scientist erforderlich, um zu ermitteln, ob diese rasch aufgetretenen biologischen Effekte länger als einige Monate anhalten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

Studien mit Nagetieren und anderen niedrigen Lebensformen haben ergeben, dass die langfristige Kalorienreduktion die Lebensdauer erhöhen kann. Die maximale Lebensdauer von Mäusen und Ratten erhöhte sich so um rund 30 Prozent. Zusätzlich waren die Tiere gegen Ablagerungen in den Blutgefäßen und Krebs geschützt. Für den Menschen stehen weniger Daten zur Verfügung. Daher geben Forscher bis heute nur eher widerwillig Empfehlungen ab. Für die aktuelle Studie wurden 48 Freiwillige nach dem Zufallsprinzip ersucht, ihr Gewicht zu halten oder ihre Kalorienzufuhr zu reduzieren.

Zwölf der Teilnehmer nahmen genug Lebensmittel zu sich um ihr Gewicht zu halten. Von den verbleibenden 36 Teilnehmern wurde jeweils eine gleich große Gruppe ersucht, ihre Kalorienzufuhr entweder um 25 Prozent zu verringern, die Kalorienmenge um 12,5 Prozent zu verringern und 12,5 Prozent Kalorien durch mehr Bewegung zu verbrauchen oder eine strenge Diät von 890 Kalorien pro Tag einzuhalten. Diese Diät wurde so lange eingehalten, bis 15 Prozent des ursprünglichen Gewichtes verloren waren. Anschließend wurde darauf geachtet, dass der erreichte Wert konstant blieb. Die Teilnehmer erhielten ihre Essensrationen während der ersten drei Monate im Forschungszentrum. Die Freiwilligen nahmen zusätzlich an wöchentlichen Gruppentreffen teil und wurden in der Wochenmitte angerufen, um sie beim Einhalten ihrer Diät zu unterstützen.

Teilnehmer, deren Kalorienzufuhr eingeschränkt wurde, verloren durchschnittlich rund zehn Prozent oder mehr ihres Gewichts. Es zeigte sich, dass diese Personen über verringerte Fastenwerte des Hormons Insulin verfügten. Zumindest bei Tierversuchen wurde dieses Merkmal mit Langlebigkeit in Zusammenhang gebracht. Es zeigte sich, dass jene Freiwilligen, die ihre Kalorienzufuhr um 25 Prozent verringerten oder ähnliche Ergebnisse durch weniger Kalorien und Sport erreichten, nach dem Ende der sechs Monate dauernden Studie im Körperkern über eine geringere Temperatur verfügten. Eine geringere Körpertemperatur wurde ebenfalls im Zusammenhang mit Langlebigkeit genannt. Alle der Gruppen mit einer verringerten Kalorienzufuhr zeigten eine geringe aber statistisch signifikante Verringerung des DNA-Schadens in ihren Blutzellen als ihre Werte mit jenen der Kontrollgruppe verglichen wurden. Laut den Wissenschaftern ist dieser Umstand bemerkenswert, da manche der chemischen Nebenprodukte des Ernährungsstoffwechsels die DNA angreifen. Die Folge können eine erhöhte Krebsneigung und eine Beschleunigung der Alterungseffekte sein.

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Michaela Monschein pressetext.austria

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