Bauchspeicheldrüsenkrebs und Diabetes hängen zusammen

Hohe Insulinwerte und erhöhte Resistenz entscheidend

Jene Einflussfaktoren, die zu Diabetes führen, können auch das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der National Cancer Institute gekommen. Die Wissenschafter wiesen nach, dass hohe Insulinwerte und eine erhöhte Resistenz gegen das Hormon mit einem erhöhten Krebsrisiko in Zusammenhang stehen. Sie argumentieren, dass eine gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil helfen könnten, das Risiko einer Erkrankung zu verringern. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht. Henry Scowcroft von Cancer Research UK erklärte gegenüber der BBC, dass der wichtigste Risikofaktor bei Bauspeicheldrüsenkrebs das Rauchen sei, das bei rund einem Drittel der Erkrankungen eine Rolle spiele.

Die aktuellen Studienergebnisse bestätigen frühere Untersuchungen, die Typ-2-Diabetes mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in Zusammenhang gebracht haben. Nicht erforscht war jedoch, ob Diabetes die Krebserkrankung hervorruft oder umgekehrt. Die Wissenschafter halten es für möglich, dass erhöhte Insulinmengen das Wachstum von entsprechenden Krebszellen auslösen. In den Anfangsstadien geht Typ-2-Diabetes häufig mit erhöhten Werten dieses Hormons einher. Die Forscher analysierten die Daten von 29.133 männlichen Rauchern aus Finnland. Die Teilnehmer wurden in der Folge bis zu 16 Jahre lang beobachtet. Es zeigte sich, dass jene Männer mit den höchsten Konzentrationen an Glukose und Insulin und den höchsten Insulinresistenzen einem größeren Erkrankungsrisiko ausgesetzt waren. Die Wissenschafter erklärten, dass weitere Untersuchungen zur Bestätigung dieser Ergebnisse erforderlich seien.

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Michaela Monschein pressetext.austria

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