Unterhaltungselektronik boomt in Europa

* EITO: Kräftiges Wachstum von 9,2 Prozent auf 54,2 Milliarden Euro
* Dreistelliges Absatzplus bei Flachbildfernsehern und MP3-Playern

Innovative Geräte mit Digitaltechnik in den Bereichen Fernsehen, Musik und Bild führen in Westeuropa zu einem rasanten Wachstum des Marktes für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz steigt nach Schätzung des Marktforschungsinstituts European Information Technology Observatory (EITO) im Jahr 2005 um 9,2 Prozent auf 54,2 Milliarden Euro. „Digitale Geräte bieten den Kunden einen echten Mehrwert“, sagt BITKOM-Geschäftsführer Bernhard Rohleder zu den EITO-Analysen. „Mehr Speicher, höhere Leistung und eine bessere Bild- und Tonqualität sind überzeugende Argumente für den Kauf.“ Entsprechend liegen die Wachstumsraten für digitale Produkte wie Flachbildfernseher, MP3-Player oder Spielkonsolen im zweistelligen Bereich. Dagegen bricht der Markt für analoge Produkte regelrecht ein. Weniger als ein Viertel des Gesamtmarktes entfallen noch auf Röhrenfernseher, Videorekorder oder klassische HiFi-Anlagen. Grundlage der Daten ist eine aktuelle EITO-Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellt wurde.

Das höchste Wachstum erzielen im Jahr 2005 MP3-Player mit einem Umsatzplus von 98 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. „Diese Geräte sind sehr kompakt und können ganze CD-Sammlungen speichern“, sagt Rohleder. Im Wettstreit Flachbildfernseher gegen Röhrenfernseher werden die LCD-, Plasma- und Projektionsgeräte im laufenden Jahr erstmals die Marktführerschaft übernehmen. Der Markt legt nach EITO-Schätzung in Westeuropa im Jahr 2005 um 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 12,8 Milliarden Euro zu. Der Umsatz mit traditionellen Röhrenfernsehern sinkt im gleichen Zeitraum um fast 29 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Stark gefragt sind im laufenden Jahr auch Spielkonsolen, deren Umsätze um 26 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zulegen.

Trotz der großen Nachfrage profitieren die Kunden bei digitalen Geräten von sinkenden Preisen. „Die Umsätze wachsen in allen Marktsegmenten moderater als die verkauften Stückzahlen“, sagt Rohleder. Bei Flachbildfernsehern steigt der Umsatz um 51 Prozent, während die Zahl der verkauften Geräte in Westeuropa um 114 Prozent auf 10 Millionen zulegt. Die Hersteller von MP3-Playern können 2005 voraussichtlich 23,6 Millionen Stück absetzen – 142 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei digitalen Camcordern führt der scharfe Preiswettbewerb in Westeuropa sogar zu einem Umsatzminus von 7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig steigt die verkaufte Stückzahl um 12 Prozent auf 4,2 Millionen.

Die höchste Wachstumsrate unter den Top-Five-Ländern in Westeuropa verzeichnet nach Berechnung des EITO Italien mit einem Plus von 13,6 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro im Jahr 2005. Zweistellige Wachstumsraten erzielen auch Spanien mit 12 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro und Deutschland mit 11,4 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro. Moderater wächst Großbritannien mit 9,1 Prozent. Die technikbegeisterten Briten stellen mit einem Umsatzvolumen von 12,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 noch vor Deutschland den größten Ländermarkt in Europa. Der französische Markt für Unterhaltungselektronik verzeichnet einen Anstieg um 6,6 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro.

Grafiken zum Download unter http://www.eito.com/tables.HTML.

Ansprechpartner für die Presse Maurice Shahd Tel. 030 / 275 76-114, Fax -51-114 E-Mail m.shahd@bitkom.org

EITO-Geschäftsführerin Carola Peter Tel. 069 / 24 24 16-20, Fax -22 E-Mail c.peter@eito.com

Das EITO ist eine einzigartige europäische Initiative, unterstützt durch die EITO-Mitglieder Deutsche Messe (CeBIT), Smau, SIMO und Bitkom Servicegesellschaft sowie die EITO-Sponsoren Systems, Telecom Italia, Sony Europe, Enterprise Digital Architects, KPMG und Fujitsu Siemens Computers. Die CE-Marktdaten des EITO Update 2005 sind von der EITO Task Force in Zusammenarbeit mit der GfK erarbeitet worden. Neben der aktuellen Analyse der ITK- und CE-Märkte umfasst das diesjährige EITO Update auch eine spezielle Studie zum Thema Infomobility.

Der BITKOM vertritt 1.300 Unternehmen, darunter 700 Direktmitglieder mit rund 700.000 Beschäftigten und mehr als 120 Milliarden Euro Umsatz. Dazu gehören insbesondere Geräte-Hersteller, Anbieter von Software, Telekommunikationsdiensten und Content.

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Cornelia Kelch BITKOM

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