Sport- und Stresstherapie wirkt wie Medizin

Herzkranke profitieren von nicht-pharmazeutischen Behandlungsmethoden

Durch das bewusste Setzen von verhaltenstherapeutischen Maßnahmen – im Bereich der sportlichen Betätigung und des Stressmanagements – kann nicht nur der Depressions- und Stresslevel bei Herzpatienten reduziert werden, sondern zudem verbessert sich auch der kardiovaskuläre Gesundheitszustand der Patienten. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-amerikanische Studie des Duke University Medical Centers, die in der aktuellen Ausgabe des Journal of the American Medical Society publiziert wurde.

Die Forscher untersuchten in einer 16-wöchigen Studie die Auswirkungen dreier verschiedener Behandlungsweisen auf die Gesundheit von Patienten, die unter chronischen Herzkrankheiten litten. Dazu bildeten sie drei Untersuchungsgruppen. Die Patienten der ersten Gruppe mussten sich drei Mal die Woche einem 35-minütigen Aerobictraining unter ärztlicher Aufsicht unterziehen. Gruppe zwei nahm wöchentlich an einem Stressmanagement-Seminar teil, in dem sie lernte ihre alltäglichen Stressfaktoren zu orten und sie strategisch sinnvoll zu bekämpfen. Die dritte Gruppe unterzog sich einer standardisierten medizinischen Betreuung. Zu Beginn der Behandlung erfassten die Mediziner den aktuellen Gesundheitszustand der Patienten anhand diverser psychologischer und physiologischer Tests.

Das Ergebnis ihrer Studie bewerten die Forscher als äußert positiv. Denn sie konnten nachweisen, dass sich der Gesundheitszustand jener Patienten, die sich der Verhaltens- und Sporttherapie unterzogen hatten – im Gegensatz zu den medizinisch therapierten Patienten – um 25 Prozent verbessert hatte. Somit handelt es sich um die erste Studie, die beweist, dass eine nicht-pharmazeutische Behandlung von herzkranken Patienten eine signifikante Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit erzielte. Denn die Forscher stellten fest, dass sich sowohl der Blutzufluss zum Herzen als auch das Reaktionsvermögen der endothelen Blutgefäße verbesserte und das kardiovaskuläre System besser in der Lage war, den Blutdruck zu regulieren.

„Psychologische Faktoren wie Depressionen, Stress und Angst bedeuten für herzkranke Patienten ein erhöhtes Risiko akut zu erkranken. Unsere Ergebnisse beweisen, dass sich durch gezielte psychologische Behandlung und sportliche Betätigung nicht nur psychologisch, sondern auch physisch die Gesundheit der Patienten verbesserte“, resümierte Studienleiter James Blumenthal.

Media Contact

Evelyn Lengauer pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.mc.duke.edu

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