FORSA-Umfrage: Deutsche werden beim Sparen nicht sparen

  • Bei Energiekosten, Telefon und Restaurantbesuchen wird stark gespart
  • Notgroschen und Altersvorsorge werden kaum angetastet.
  • 51% der Deutschen rechnen 2005 mit weniger Geld in der Tasche
  • 74% fühlen sich nicht ausreichend über geseztliche Änderungen des Alterseinkünftegesetzes unterrichtet

Eine Trendwende im Sparverhalten der Deutschen wird es 2005 nicht geben. Mehr als 60 Prozent der Bundesbürger werden mehr oder mindestens genauso viel sparen, wie 2004. Das ist das Ergebnis einer Repräsentativ-Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von Europas größtem unabhängigen Finanzdienstleister, AWD, ermittelt hat. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Vor allem bei den Energiekosten, Restaurantbesuchen, Telefonkosten und Urlaubsreisen wollen die Deutschen 2005 den Gürtel enger schnallen. Am Aufbau einer Altersvorsorge hingegen wollen nur wenige Deutsche in den nächsten Monaten sparen.

Trübe Aussichten für eine Änderung des Konsumklimas in Deutschland. Nur 26 Prozent der Deutschen wollen im Jahr 2005 mehr Geld ausgeben im Vorjahr. 63 Prozent hingegen werden 2005 den Gürtel noch enger schnallen oder zumindest am Sparverhalten 2004 festhalten. Nur acht Prozent gaben an, gar nicht sparen zu wollen.

Gefragt danach, wo die Deutschen am ehesten Geld einsparen wollen lagen die Bereiche Energiekosten (67%), Telefonkosten (67%), Restaurantbesuch (65%) mit großem Abstand an der Spitze. Danach folgen Reisen (49%), Versicherungen (37%), Lebensmittel (33%) und Wohnungskosten (29%). Ein Sparen beim Sparen hingegen wird es nur geringfügig geben. Beim Notgroschen wollen nur 19 Prozent der Befragten sparen und beim Aufbau einer Altersvorsorge sogar nur 12 Prozent. „Die Menschen sind sich längst bewusst, dass Sie selbst etwas tun müssen, um im Rentenalter ausreichend versorgt zu sein“, so Carsten Maschmeyer, Vorstandsvorsitzender der AWD Holding AG.

Mit einem zusätzlichen Plus im eigenen Portemonnaie rechnen trotz der 3. Stufe der Steuerreform die wenigsten Deutschen. Nur 14 Prozent der Befragten gaben gegenüber forsa an, dass Sie damit rechnen in 2005 mehr Geld zur Verfügung zu haben als 2004. 51 Prozent sagten, sie rechnen mit einem Rückgang des frei verfügbaren Geldes.

Bezüglich der ab 1. Januar 2005 geltenden Änderungen beim Alterseinkünftegesetz gibt es in Deutschland noch ein erhebliches Informationsdefizit. Nur 25 Prozent der Bundesbürger fühlen sich ausreichend über die Neuerungen informiert, 74 Prozent gaben an, zu wenig über neue staatliche Zulagen, nachgelagerte Besteuerung und Schichtensystem zu wissen. „Hier werden vor allem unabhängige Finanzdienstleister mit ihrem ganzheitlichen Beratungsansatz Aufklärungsarbeit leisten müssen. Viele Bundesbürger wissen nämlich noch gar nicht, dass sie ab dem Januar zusätzliche Chancen besitzen eine notwendige private Altersvorsorge aufbauen können“, so Maschmeyer.

Eine Ansicht, die die forsa-Umfrage ebenfalls stützt, denn 38 Prozent der Befragten gaben an, sich am liebsten von einem unabhängigen Finanzberater Rat in Finanzfragen zu holen. Weniger glaubwürdig als Berater nehmen die Bürger hingegen die Hausbank (30%), eine Versicherung (9%) oder die Fondsgesellschaft (5%) wahr.

Hintergrundinfo:

Forsa, Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH hat in der Zeit vom 10. Bis 15. Dezember 1.006 Zielpersonen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren in einer Repräsentativumfrage nach Themen „Sparen und Geldanlagen“ befragt. Die statistische Fehlertole-ranz liegt bei 3 Prozent.

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Weitere Informationen:

http://www.awd.de

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