Ericsson-Studie: Mobile Zahlungssysteme werden sich stufenweise durchsetzen

Eine neue Studie von Ericsson analysiert Status Quo, Chancen und Erfolgskriterien von M-Payment

Eine gerade erschienene Studie von Ericsson belegt, dass das Interesse an mobilen Bezahlmöglichkeiten sowohl auf Kundenseite als auch bei den Finanzinstituten groß ist. Alle befragten Experten sind sicher, dass der Mobilfunk zukünftig den Zahlungsverkehr in Deutschland erleichtern und sich in den nächsten Jahren etablieren wird. Voraussetzung dafür ist die Schaffung einer einfachen, praktikablen, einheitlichen und weitverbreiteten Mobile Payment Lösung, die von den Unternehmen im Mobilfunk- und Finanzbereich unterstützt wird.

Im Rahmen der Studie wurden bisherige Akzeptanzstellen von Mobile Payment wie Hotels, Taxis und Reisebüros sowie zahlreiche Experten aus interessierten Unternehmen nach Erfahrungen, Aussichten und Erfolgskriterien für das mobile Bezahlen befragt. Mobile Payment hat sich bisher an den Verkaufsstellen mit unter einem Prozent Anteil am Zahlungsverkehr noch nicht durchgesetzt. Kunden wie Anbieter empfinden Zahlungen mittels Kreditkarte noch als einfacher und ziehen sie einer mobilen Bezahlform vor.

„Je weniger am mobilen Bezahlen neu ist, desto höher die Erfolgschanchen“, so Thorsten Günnewig, Senior Project Manager Ericsson. „Die Möglichkeiten des M-Payment werden nur dann angenommen, wenn die Systeme keinen zusätzlichen Aufwand für die Händler verursachen. Der Nutzer muss auf einfache, bereits gelernte Anwendungsmuster zurückgreifen können.“ Ein weiteres Ergebnis der Studie: 65 Prozent der befragten Kunden bringen einer Abrechnung der mobilen Zahlung über das Girokonto oder über Kreditkarten größeres Vertrauen entgegen als einer Fakturierung über die Telefonrechnungen (sechs Prozent).

Entscheidend sind deshalb branchenübergreifende Kooperationen mit dem Ziel eines einheitlichen massenmarktfähigen Standards für die mobile Bezahlung. So ist eine Kooperation der Banken und Kreditkarten-Anbieter mit den Telekommunikationsgesellschaften denkbar, im Rahmen derer komfortable Zahlungswege über das Mobiltelefon angeboten werden.

Die Studie gibt Empfehlungen für eine erfolgreiche Markteinführung: Die Einführung könnte entsprechend der Weiterentwicklung der technischen Voraussetzungen in drei Phasen erfolgen:

  • In Phase eins sollte man Inhalte aus dem mobilen Internet (sei es über WAP, GPRS, MMS) mobil bezahlen können.
  • In Phase zwei sollten Micropayments insbesondere im Internet mobil bezahlbar sein, wie z.B. Gebühren für einzelne Internetseiten, Nutzung von Archiven etc.
  • Letztlich sollte dann alles mobil bezahlt werden können, also auch den Kaufpreis für ein Buch, eine CD, einen Gebrauchtwagen oder für Möbel. Denkbar wäre es dann, dass man Micropayments über die Handyrechnung belastet bekommt und größere, mobile Zahlungen über die Kreditkarte oder das Girokonto abgerechnet werden.

Eine längere Zusammenfassung finden Sie unter: http://www.ericsson.de/presse/backgroundnews.html?id=85

Die kostenpflichtige Studie kann telefonisch bestellt werden unter +49-211-5341632.

HINTERGRUND

Ericsson definiert und gestaltet die Zukunft des mobilen Internet und der multimedialen Breitbandkommunikation und stattet seine Kunden mit den führenden Technologien aus. Ericsson bietet seine innovativen Produkte in mehr als 140 Ländern an.

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Jens Kürten ots

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