Zwanghaftes Verhalten und Zwangsgedanken verstehen

Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena erforschen zurzeit die sogenannte „Zwangsstörung“. Für die Studie suchen die Wissenschaftler vom Institut für Psychologie weitere Personen, die von dieser Störung betroffen sind.

Wenn Zwangsgedanken oder -handlungen vorliegen, kann dies auf eine Zwangsstörung hinweisen. Als „Zwangsgedanken“ werden bestimmte Vorstellungen oder Impulse bezeichnet, an welche die Betroffenen immer und immer wieder denken müssen, obwohl sie das nicht wollen. „Solche Zwangsgedanken machen zumeist Angst und werden als sinnlos oder abstoßend empfunden“, erläutert der Studienbetreuer Thomas Hiller. Häufig sei zum Beispiel die Erwartung, etwas besonders Schlimmes werde geschehen, für das man dann verantwortlich wäre, obwohl objektiv keine Verbindung besteht.

„Zwangshandlungen“ sind wie Rituale – sie müssen von den Betroffenen in immer der gleichen Art und Weise ausgeführt und ständig wiederholt werden. Obwohl diese Handlungen an sich nicht als angenehm erlebt werden, verbringen die Betroffenen zum Teil viel Zeit mit ihnen. Sehr häufig treten zwanghafte Putz- und Waschhandlungen auf oder der Zwang, etwas dauernd zu kontrollieren und zu überprüfen. Manche Personen verspüren das zwanghafte Bedürfnis, Dinge in einer bestimmten Weise zu ordnen oder sie zu zählen.

Männer und Frauen jeglichen Alters aus der Region Jena, die von solchen Symptomen betroffen sind, können an der Jenaer Studie teilnehmen. Sie wenden sich an das Uni-Institut für Psychologie, Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie, Thomas Hiller, Telefon: 03641/945147, E-Mail: Thomas.Hiller@uni-jena.de. Dort werden auch weitere Informationen zur Studienteilnahme erteilt.

Die Studienteilnehmer erhalten professionelle Informationen zu ihrer individuellen Problematik. Auf Wunsch können Beratungsgespräche durchgeführt werden, in denen es um konkrete Möglichkeiten zur Behandlung von Zwangsstörungen geht. Alle Teilnehmer erhalten außerdem eine genaue Aufklärung über die erforschten Sachverhalte und die Resultate der Jenaer Studie.

Media Contact

Axel Burchardt idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-jena.de

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