Hoher Blutdruck verringert geistige Leistungsfähigkeit

Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie der Universität Münster. „Mehr als 20 Prozent der kognitiven Einschränkungen sind auf behandelbare Risikofaktoren zurückzuführen“, fasst Projektleiter Professor Stefan Knecht die ersten Ergebnisse zusammen. Blutdruck, Blutzucker und Körpergewicht beeinflussten neben Bildung, Alter und Geschlecht das geistige Leistungsvermögen der Studienteilnehmer.

Mit der entsprechenden Behandlung und Lebensweise können Betroffene möglicherweise den kognitiven Abbau verzögern und im Alter länger geistig fit bleiben, folgern die Forscher. „Allerdings muss man schon früh aktiv werden, etwa ab dem 40. Lebensjahr“, sagt Knecht. Denn der Blutdruck wirkte sich vor allem bei den 40- bis 60-Jährigen auf die geistigen Fähigkeiten aus. In weiteren Studien wollen die Forscher klären, ob durch eine frühzeitige und rigorose medikamentöse Blutdruck-Einstellung die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert und erhalten werden kann.

Von welchen Faktoren die geistige Gesundheit abhängt und ob der Einzelne etwas dafür tun kann, damit das Gehirn flexibel bleibt, untersuchten die Wissenschaftler bei 377 Probanden im Alter von 44 bis 82 Jahren. Mit neuropsychologischen Tests wurden deren kognitive Fähigkeiten getestet und potenzielle Risikofaktoren wie Blutdruck, Body-Mass-Index, Blutzucker, Cholesterin, Bildungsgrad, Alkohol- und Nikotinkonsum dokumentiert. Anschließend berechneten die Forscher die statistischen Wechselbeziehungen zwischen geistiger Leistungsfähigkeit und potenziellen Risikofaktoren.

Ansprechpartner für Medien

Prof. Dr. Stefan Knecht Uni Münster

Weitere Informationen:

http://www.uni-muenster.de

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