Banken-IT: Vier von fünf Managern sehen Modernisierungsbedarf

In Deutschlands Banken ist die Unterstützung der Geschäftsprozesse durch Informationstechnologie bislang zu ineffizient und nicht leistungsstark genug. 82,8 Prozent der befragten Bankmanager sehen für die Zukunft ein hohes oder sehr hohes Optimierungspotenzial bei ihren IT-Lösungen – mehr als in jedem anderen Bereich.

„Um im Wettbewerb zu bestehen, brauchen Banken eine leistungsfähige IT-Landschaft“, sagt Dr. Ulrich Meyer, Geschäftsbereichsleiter Financial Services von Steria Mummert Consulting. „Automatisierte und schnelle Geschäftsprozesse helfen Kreditinstituten, sich auf das Kerngeschäft und ihre Kunden zu konzentrieren.“

Der Handlungsbedarf ist groß – denn technische Lösungen werden für die Banken in Zukunft immer wichtiger. Mehr als drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die Technologieführerschaft eine hohe oder sehr hohe Bedeutung als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb der Finanzinstitute gewinnen wird. Für die Gegenwart messen erst 44,6 Prozent diesem Faktor eine derartige Relevanz bei.

Eine Möglichkeit, die Effizienz der IT zu steigern, ist laut Ulrich Meyer der Umstieg auf Cloud Computing: „Statt Softwarelizenzen zu kaufen und auf der unternehmenseigenen Hardware zu installieren, kann diese Funktionalität auch als Service aus dem Netz bereitgestellt werden. Dies spart zum Beispiel Kosten für die Beschaffung und Administration der Infrastruktur.“

Die EDV ist zwar der wichtigste, aber nicht der einzige Bereich, in dem die Banken nach eigener Einschätzung effizienter und leistungsfähiger werden müssen. Auf Platz zwei folgt der Bereich Kundenmanagement und Vertrieb. 82,3 Prozent der Befragten sehen dort ein hohes oder sehr hohes Optimierungspotenzial, noch vor den Beratungsservices mit 80,9 Prozent.

„Grundsätzlich gilt: Um Leistung und Effizienz im Unternehmen zu steigern, braucht es gute Ideen und die Bereitschaft, auch neue Wege zu gehen“, sagt Ulrich Meyer von Steria Mummert Consulting. „Deshalb sollten die Kreditinstitute zum einen intern eine innovationsfördernde Kultur aufbauen, die hilft, erfolgversprechende Ideen zu fördern und ungeeignete auszusortieren. Und zum anderen extern nach geeigneten Partnern suchen, deren Kompetenzen die eigenen sinnvoll ergänzen. Durch solche Kooperationen lassen sich Synergien heben, Prozesse optimieren und Skaleneffekte erzielen.“

Geschäftsbereiche, in denen Bankmanager zukünftig Optimierungspotenziale in Bezug auf Effizienz und Performance sehen*:

IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse: 82,80 %
Kundenmanagement, Vertrieb: 82,30 %
Beratungsservices: 80,90 %
Personal: 75,20 %
Risikomanagement, Gesamtbanksteuerung: 69,90 %
Kreditgeschäft: 67,80 %
Wertpapiergeschäft: 67,20 %
Marketing: 64,60 %
Produktentwicklung: 56,30 %
Zahlungsverkehr: 55,80 %
Berichtswesen: 47,70 %
*Anteil der Befragten, die „sehr hohes Optimierungspotenzial“ oder „hohes Optimierungspotenzial“ angeben. n=109. Quelle: Lünendonk GmbH.
Hintergrund
Die Lünendonk-Studie „Zukunft der Banken 2020“ in Zusammenarbeit mit Steria Mummert Consulting wagt einen Blick auf die Trends und Entwicklungen der kommenden acht Jahre in dieser Branche. 116 Manager aus Privatbanken, öffentlich-rechtlichen Geldinstituten und Genossenschaftsbanken wurden dafür von Mai bis August 2012 befragt. Die befragten Banken repräsentieren mehr als 40 Prozent der Gesamtbilanzsumme des deutschen Bankensektors.
Über Steria Mummert Consulting (www.steria-mummert.de)
Steria Mummert Consulting bietet Unternehmen und Behörden Business-Services auf Basis modernster IT und zählt heute zu den zehn führenden Business Transformation Partnern in Deutschland. Als Teil der Steria Gruppe verbindet das Unternehmen die tiefgehende Kenntnis der Geschäftsmodelle seiner Kunden mit einer umfassenden internationalen Expertise in IT und Business Process Outsourcing. Mit seinem kooperativen Beratungsstil begleitet Steria Mummert Consulting seine Kunden bei ihren Transformationsprozessen und ermöglicht so, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ihre Erfolgsposition nachhaltig verbessern können. 20.000 Steria-Mitarbeiter in 16 Ländern stehen hinter den Systemen, Services und Prozessen, die Tag für Tag die Welt in Gang halten, und berühren dabei das Leben von Millionen Menschen weltweit. 1969 gegründet, unterhält Steria heute Standorte in Europa, Indien, Nordafrika und Südostasien. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2011 1,75 Milliarden Euro. 21 Prozent* des Kapitals sind im Besitz der Steria-Mitarbeiter. Die Gruppe, mit Hauptsitz in Paris, ist an der Euronext Paris gelistet.

*Inkl. Trust für Mitarbeiter-Aktien in UK.

Kontakt:
Birgit Eckmüller
Steria Mummert Consulting
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de
Jörg Forthmann
Faktenkontor
Tel.: +49 (0) 40 253 185-111
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de

Media Contact

Jörg Forthmann Steria Mummert Consulting

Weitere Informationen:

http://www.steria-mummert.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen

Hier bietet Ihnen der innovations report interessante Studien und Analysen u. a. aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen, Medizin und Pharma, Ökologie und Umwelt, Energie, Kommunikation und Medien, Verkehr, Arbeit, Familie und Freizeit.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Mikroalge Stylodinium – ein geheimnisvoller Unbekannter aus dem Moor

Die Alge des Jahres 2022 … LMU-Biologe Marc Gottschling untersucht die Panzergeißler seit Langem. Einer ihrer bemerkenswertesten Vertreter wird jetzt zur Alge des Jahres 2022 gewählt. Die Mikroalge Stylodinium wird…

Zur Rolle von Bitterrezeptoren bei Krebs

Rezeptoren als Angriffspunkte für Chemotherapeutika. Bitterrezeptoren unterstützen den Menschen nicht nur beim Schmecken. Sie befinden sich auch auf Krebszellen. Welche Rolle sie dort spielen, hat ein Team um Veronika Somoza…

Das ungleichmäßige Universum

Forscher untersuchen kosmische Expansion mit Methoden aus der Physik von Vielteilchensystemen. Mathematische Beschreibungen der Expansion des Universums beinhalten einen systematischen Fehler: Man nimmt an, dass die Materie im Universum gleichmäßig…

Partner & Förderer