Fliegende Sternwarte SOFIA weiter auf Kurs – NASA und das DLR verlängern Abkommen

Das mit einem Hightech-Teleskop ausgestattete fliegende Observatorium SOFIA soll in einer Flughöhe von etwa 14.000 Metern Infrarotastronomie betreiben. Das erste beiderseitige Abkommen (Memorandum of Understanding), das die Aufgaben während der Entwicklungs- und Betriebsphase verteilt, war zunächst für zehn Jahre festgelegt und wäre Ende 2006 ausgelaufen.

Zum Jahreswechsel haben der Administrator der NASA Dr. Michael Griffin und der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Prof. Dr. Sigmar Wittig in einem Memorandum of Understanding die Fortsetzung der Zusammenarbeit beschlossen. „Ich freue mich“, so Wittig, „dass nun die Weiterführung dieses einmaligen deutsch-amerikanischen Projektes für die nächsten zehn Jahre auf eine sichere Basis gestellt wurde“.

Auch Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, bewertet die Fortsetzung der Zusammenarbeit sehr positiv. Das Projekt, an dem mehrere Uni-Institute, der Flughafen Stuttgart und Firmen beteiligt sind, werde auch zur Stärkung und Profilierung des Forschungsstandorts Stuttgart beitragen, betont er.

Deutsches Teleskop

Das Teleskop samt seiner Lagerung und dem Spiegel ist der deutsche Beitrag zum Observatorium und wurde im Auftrag des DLR und unter Federführung der Firmen MT-Aerospace und Kayser-Threde entwickelt und gebaut. Das ehemalige Langstreckenflugzeug „Clipper Lindbergh“ vom Typ Boing 747 SP wurde in Texas von der Firma L3 Communications Integrated Systems umgebaut; das Teleskop wurde ebenfalls bei der Firma L3 eingebaut. Die ersten Testflüge befinden sich in Vorbereitung, erste Flüge mit wissenschaftlichen Beobachtungen sind für das Jahr 2008 vorgesehen.

Betriebszentrum an der Universität Stuttgart

Im November 2004 ist an der Universität Stuttgart im Auftrag des DLR das Deutsche SOFIA Institut (DSI) gegründet worden. Neben dem deutschen Beitrag zum Betrieb des Observatoriums in den USA wird das DSI auch die wissenschaftliche Nutzung von SOFIA koordinieren. Ebenfalls führt das DSI in Abstimmung mit dem DLR und den Wissenschaftlern die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit mit Bezug auf die wissenschaftliche Nutzung durch.

Weitere Informationen bei Prof. Hans-Peter Röser (Tel.: 0711/685 – 62375)

DLR Kontakt: Vanadis Weber (Tel. 02203-601-3068, e-mail: Vanadis.Weber@dlr.de)

SOFIA ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundes (BMWi), des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deut-scher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert.

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