Gutachter verteilen Nutzungszeiten europäischer Laserforschungsanlagen übers Web

FIZ CHEMIE Berlin hat für die Laser-Forschung ein webbasiertes Softwaresystem realisiert, das Projektvorschläge aus ganz Europa annimmt und die Begutachtung und den Genehmigungsprozess organisiert / Projektanträge und Forschungsergebnisse können zudem in Datenbanken erfasst werden / „Laserlab Europe“ verbindet 17 europäische Forschungseinrichtungen

Mit Hilfe des World Wide Web will die EU die Forschung in Europa enger zusammen und dadurch schneller voran bringen. Voraussetzung dafür sind geeignete Organisationsstrukturen und Softwaresysteme, die eine unkomplizierte Zusammenarbeit in transnationalen Forschungsgemeinschaften erlauben. Im Projekt „LaserLab Europe“ wird seit 2003 eine solche Infrastruktur für die europäische Laserphysikforschung aufgebaut. 17 Forschungseinrichtungen aus 9 europäischen Ländern beteiligen sich an dem Netzwerk. FIZ CHEMIE Berlin hat als 18. Projektpartner die Informations- und Kommunikations-Infrastruktur für die Zusammenarbeit der Laserforscher aufgebaut.

Forscherinnen und Forscher aus allen Ländern Europas können nun mit einem einfachen Internet-Zugang und einem Standard-Browser über die Homepage www.laserlab-europe.net Vorschläge für Forschungsprojekte eingeben, für die sie Messzeiten auf Hochleistungslasern brauchen. Wird der Vorschlag von den Gutachtern positiv beschieden, erhält der Antragsteller Nutzungszeiten auf geeigneten Anlagen zugewiesen. Die EU bezahlt die Nutzung der Forschungsressourcen sowie die Reise- und Aufenthaltskosten für die Wissenschaftler.

Zum Ziel der Initiative erklärt Professor Dr. René Deplanque, Geschäftsführer des FIZ CHEMIE Berlin: „In der internationalen Kollaboration in Netzwerken liegt ganz großes Potential zur Verbesserung der Forschungsbedingungen, der Ressourcennutzung und zur Beschleunigung der administrativen Abwicklung. Organisatorische und technische Infrastruktur müssen dafür ineinander verzahnt werden. Das haben wir mit unserem Know How für die Laserphysik realisiert“. FIZ CHEMIE Berlin stellt seit fast einem Vierteljahrhundert für die Wissenschaft, Lehre und Industrie netzbasierte Informationsdienstleistungen im Bereich der allgemeinen Chemie, der chemischen Technik und angrenzender Gebiete bereit. Das gemeinnützige Fachinformationszentrum unterhält weltweite Beziehungen zu Forschungs- und Informationseinrichtungen.

Das Softwaresystem des LaserLab ist modular ausgelegt. Die Abwicklung des Projektvorschlages inklusive des Begutachtungsprozesses (Peer-Review) sowie der Bestätigung der Kostenübernahme durch die EU wird vom sogenannten Proposal Management System erledigt. Ebenso die Abstimmung der Nutzungszeiten für die Messanlagen, die von den Forschungseinrichtungen als „EU-Days“ zur Verfügung gestellt werden.

Relevante Informationen aus den eingereichten Vorschlägen überträgt die Software automatisch in eine Datenbank (Reporting database). Aus dieser Datenbank kann das System Berichte generieren (per SQL-Abfrage); zum Beispiel für den LaserLab-Koordinator und/oder EU-Verantwortliche.

Neben dem Proposal Management System und der Reporting Database gehört zum „LaserLab Europe“ ein Literaturverwaltungssystem. Darin werden Publikationen und Konferenzbeiträge, die aus den durchgeführten Forschungsprojekten resultieren, erfasst, dokumentiert und auf der Homepage angezeigt.

„LaserLab Europe“ ist Teil der so genannten „Integrierten Initiativen“, mit denen die EU die Entwicklung eines europäischen Forschungsraumes fördert.

Weitere Informationen
FIZ CHEMIE Berlin
Postfach 12 03 37
D-10593 Berlin
E-Mail: info@fiz-chemie.de

Ansprechpartner für die Presse
Richard Huber
Leiter Marketing & Kommunikation
Tel.: +49 (0)30 / 399 77- 217
Fax: +49 (0)30 / 399 77- 132
E-Mail: huber@fiz-chemie.de

Über FIZ CHEMIE Berlin

FIZ CHEMIE Berlin ist eine von Bund und Ländern geförderte gemeinnützige Einrichtung mit der primären Aufgabe, der Wissenschaft, Lehre und Industrie qualitativ hochwertige Informationsdienstleistungen im Bereich der allgemeinen Chemie, chemischen Technik und angrenzender Gebiete zur Verfügung zu stellen. Es ist nach der Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. FIZ CHEMIE Berlin unterhält Beziehungen zu Forschungs- und Informationseinrichtungen im In- und Ausland und hat Marketingabkommen mit Partnerorganisationen weltweit. Das Fachinformationszentrum engagiert sich für die Weiterentwicklung und Verknüpfung der nationalen und internationalen chemischen Fachinformation. FIZ CHEMIE Berlin ist ein Service-Institut in der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz.

Alle Aussagen in dieser Pressemitteilung, die nicht historischen Charakters sind, beziehen sich auf die Zukunft im Sinne des U.S. Sicherheitsgesetzes. Die vorausschauenden Aussagen sind Annahmen, die auf dem gegenwärtigen Informationsstand basieren und somit gewissen Unsicherheitsfaktoren unterliegen. Tatsächlich eingetretene Ergebnisse können von den vorausgesagten Ergebnissen durch vielfältige Faktoren wesentlich abweichen, hervorgerufen z. B. durch Veränderungen bezüglich Technologie, Produktentwicklung oder Produktion, Marktakzeptanz, Kosten oder Preise der Produkte von FIZ CHEMIE Berlin und Abhängigkeiten von Kooperationen und Partnern, Genehmigungsverfahren, Wettbewerb, geistigen Eigentums oder Patentschutz- und Copyrightrechten.

Ansprechpartner für Medien

Prof. Dr. René Deplanque idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie

Von grundlegenden Gesetzen der Natur, ihre elementaren Bausteine und deren Wechselwirkungen, den Eigenschaften und dem Verhalten von Materie über Felder in Raum und Zeit bis hin zur Struktur von Raum und Zeit selbst.

Der innovations report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Astrophysik, Lasertechnologie, Kernphysik, Quantenphysik, Nanotechnologie, Teilchenphysik, Festkörperphysik, Mars, Venus, und Hubble.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Screeningsystem für Lungengeräuschanalyse

Ein an der TU Graz entwickeltes Mehrkanal-Aufnahmegerät für krankhafte Lungengeräusche und die dazugehörige automatische Analyse der Geräusche könnten bestehende Screening-Methoden zur Früherkennung zum Beispiel von Covid-19-Infektionen unterstützen. Hierfür benötigt es…

Digitale Technologien für den Blick in den Boden

Weltbodentag Böden sind eine empfindliche und in Folge intensiver Landwirtschaft auch häufig strapazierte Ressource. Wissenschaftler*innen des ATB entwickeln daher digitale Lösungen für eine ressourcenschonende und umweltgerechte Bodenbewirtschaftung. Mit dem Weltbodentag…

Kartierung neuronaler Schaltkreise im sich entwickelnden Gehirn

Wie kann man neuronale Netze aufbauen, die komplexer sind als alles, was uns bis heute bekannt ist? Forscher am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main haben die Entwicklung von…

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen