Mit Gravitationswellen den Urknall erforschen

Schon lange stellt sich der Mensch die Frage nach dem Ursprung des Universums. Die Messung von Gravitationswellen soll nun erstmals die Erforschung des Urknalls auf die Sekunde genau möglich machen und somit Antworten liefern.

Rittal stattete das, zu diesem Zweck gebaute, neue Rechenzentrum am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Hannover aus. Mit einem Petabyte Rechenkapazität ist es das viertschnellste wissenschaftliche Rechenzentrum Deutschlands. Dienen soll es vor allem der Auswertung der bereits von Albert Einstein vermuteten Gravitationswellen.

Am 22.05.08 wurde am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover der Computercluster „Atlas“, Deutschlands viertschnellstes wissenschaftliches Rechenzentrum, eröffnet. Mit seiner Hilfe soll erstmals die Messung von Gravitationswellen bestätigt werden. Rittal stattete das Hochleistungs-Rechenzentrum mit Serverschränken und effizienten Kühlgeräten aus und stellt somit die nötige Infrastruktur für zukunftsweisende wissenschaftliche Forschungen zur Verfügung.

Albert Einstein sagte bereits die Existenz von Gravitationswellen – kleinsten Verzerrungen der Raumzeit – voraus, diese konnten jedoch bis heute nicht nachgewiesen werden. Die erstmalige Messung der Wellen soll nun den Blick auf den Anfang des Universums möglich machen. Bisher lässt sich die Entstehung des Universums bis maximal 380.000 Jahre nach dem Urknall zurückverfolgen, da bisherige Messungen auf elektromagnetischen Strahlungen beruhen, die nicht weit genug in die Zeit zurückreichen. Mit Hilfe der Gravitationswellen wird man jedoch zurück bis in die erste Billionstel Sekunde des Universums sehen können.

Von den Messungen der Gravitationswellen erhoffen sich die Forscher neben neuen Erkenntnissen über den Urknall auch die Untermauerung der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein und den Start in die „Ära der Gravitationswellenastronomie“.

„Der Atlas-Cluster ist die weltweit größte Ressource zur Analyse von Gravitationswellen. Er vereinigt etwa 1.400 einzelne Rechner und besitzt mit über 1 Petabyte etwa ein Viertel der Speicherkapazität von Cern, dem weltweit größten wissenschaftlichen Rechenspeicher“, so Professor Bruce Allen, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik.

Die anspruchsvolle Forschung am Institut verlangt ein Höchstmaß an IT-Sicherheit, Verfügbarkeit und intelligenter System-Klimatisierung bei gleichzeitiger Reduzierung des Energieverbrauchs. Um eine hohe Leistungsdichte zu erzielen wurden viele Server auf wenig Stellfläche bei einer hoher Packungsdichte untergebracht. Durch die entsprechende Infrastruktur konnte dennoch eine gleichmäßige und effiziente Kühlung sichergestellt werden. Zum Einsatz kamen dabei geschlossene, eigenständig über alle Höheneinheiten hinweg gekühlte Rittal-Serverschränke.

Das Rittal-Kühlungssystem LCP Plus (Liquid Cooling Package) gewährleistet die stetige Klimatisierung der einzelnen Rechner und damit deren Leistungsfähigkeit. Dabei sorgen Hochleistungs-Wärmetauscher für eine gleichmäßige Temperaturverteilung. Das Rittal-Überwachungssystem CMC-TC stellt darüber hinaus ein umfangreiches alarmgesteuertes Monitoring sicher.

Fortschrittliche und energieeffiziente Rittal-Technologien bilden somit die Infrastruktur, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu ermöglichen.

Ansprechpartner für Medien

Meike Udelhoven Rittal GmbH & Co. KG

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