Google Earth baut Weltraum-Funktionen aus

Ab heute, Donnerstag, ist eine neue Version von Sky in Google Earth verfügbar. Sie umfasst die Anzeige aktueller kosmischer Ereignisse ebenso wie eine Auswahl historischer Himmelskarten und eine virtuelle Raumfahrt.

Damit können Hobby-Astronomen auf ihrem Computer den Weltraum erforschen, ein echter Bildungsmehrwert soll geboten werden. „Wir haben mit der NASA, der ESA und anderen Organisationen zusammengearbeitet“, betont Google-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber pressetext.

„Was Nutzer sehen können, ist die tatsächliche Anordnung der Planeten und Sterne“, gibt Keuchel an. Dabei werden laut Google jetzt auch aktuelle Himmelsereignisse wie Kometen und Asteroiden dargestellt. Ferner sind Ansichten auf historischer Basis möglich, etwa auf Grundlage der Zeichnungen von 50 Konstellationen des deutschen Astronomen Johannes Hevelius (1611-1687), die 1690 posthum veröffentlicht wurden. „Google Earth, so weit mir bekannt, ist für Bildungszwecke absolut geeignet“, lobt Maria Firneis, Planetologin am Institut für Astronomie der Universität Wien, auf Anfrage von pressetext.

Der wissenschaftliche Wert von Google Earth sei laut Firneis jedoch oft begrenzt, da die verwendeten Daten dafür nicht ausreichend aktuell wären. Als Beispiel führt sie Wolken-Daten für die Erdansicht an. „Google Earth ist auch ein Angebot, das sich eher an private Nutzer richtet“, gibt Keuchel zu bedenken. Nach der Erde selbst soll es den Nutzern mit den jetzt erweiterten Features wie Informationen zu Himmelsobjekten, Aufnahmen des Hubble-Teleskops und einem virtuellen Rundflug zu hundert interessanten Punkten im Weltraum auch astronomische Inhalte näher bringen. Ein „Sky Community Layer“ beinhaltet zusätzlich die besten bisher von Nutzern beigetragenen Inhalte.

Das erweiterte Sky-Angebot ist Teil der Version 4.2 von Google Earth und unter zum Download verfügbar. Die Grund-Version für Privatnutzer ist gratis, zusätzlich stehen kostenpflichtige Versionen mit erweitertem Funktionsangebot zur Auswahl. Egal, für welche Version sich ein Nutzer entscheidet: Mit einem Klick kann „zwischen Weltraum- und Globus-Ansicht“ gewechselt und so in Google Earth statt der Erde der Weltraum erforscht werden.

Ansprechpartner für Medien

Thomas Pichler pressetext.austria

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