Die Zukunft des Okavangos bildet Auftakt einer neuen Porträtreihe

Der Okavango, Namibia.<br>Quelle: TFO<br>

Der Okavango zählt zu den längsten Strömen im südlichen Afrika. Seine Wassermassen sind Lebensgrundlage vieler Menschen. Doch Übernutzung und Privatisierung bringen das Ökosystem in Gefahr. Verhindern wollen das deutsche Forscher. Ihre Expertise soll helfen, vor Ort alternative Nutzungsmodelle umzusetzen.

Der Okavango nimmt sich Zeit: In mehreren Seitenarmen quert er träge das Hochland im Zentrum Angolas, markiert dann über 400 Kilometer die Landesgrenze zu Namibia, ehe seine Wassermengen nach 1.600 Kilometern im Nordwesten Botswanas in den Sümpfen des Okavango-Deltas, dem weltgrößten Binnendelta, langsam versickern und verdunsten. Für rund eine Million Menschen ist das Einzugsgebiet des Okavangos die wichtigste Lebensader.

Sie leben seit Jahrhunderten von dem, was die Natur ihnen anbietet: Sie fangen Fische, bauen Getreide an, sammeln Faserstoffe, Brenn- und Baumaterialien und nutzen Arzneipflanzen. Und das im Rhythmus der Natur. 500 Vogel-, 128 Säugetier- sowie 150 Reptilien- und Amphibienarten zählten Forscher allein im Flussdelta in Botswana. Lange Zeit war das Gleichgewicht intakt, jetzt droht es aus den Fugen zu geraten.

»Die Natur ist durch Übernutzung und Privatisierung stark gefährdet«, sagt Norbert Jürgens. Der Biodiversitätsprofessor an der Universität Hamburg ist Sprecher des Forschungsverbunds »The Future Okavango«, kurz TFO. Das Netzwerk aus sechs Universitäten und zwei Forschungseinrichtungen aus Deutschland sowie drei afrikanischen Partnerländern (Angola, Botswana und Namibia) untersucht in zehn Teilprojekten die Nutzung und den Umgang mit natürlichen Ressourcen im Okavango-Gebiet. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben bis 2015 mit 7,5 Millionen Euro über seine Fördermaßnahme
Nachhaltiges Landmanagement. …
Benjamin Haerdle/ Tilo Arnhold
Das ganze Porträt finden Sie unter
http://modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de/fileadmin/user_upload/
Publikationen/120719_WissPortrait_TFO_web.pdf
Wissenschaftsporträt 1 erscheint im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

„The Future Okavango“ ist eines von zwölf Regionalprojekten, welches im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ (Modul A) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Der Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Landmanagement“ wird durch das wissenschaftliche Begleitvorhaben GLUES (Global Assessment of Land Use Dynamics, Greenhouse Gas Emissions and Ecosystem Services) übergreifend am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert und begleitet.

Links:
The Future Okavango
http://www.future-okavango.org/
BMBF- Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“
http://www.nachhaltiges-landmanagement.de
Wissenschaftliches Begleitvorhaben GLUES
http://modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de/de/wissenschaftliche-begleitung-glues/
Weitere Informationen:
Zum Projekt „The Future Okavango“:
Prof. Dr. Norbert Jürgens & Henrike Seidel
Biozentrum Klein Flottbek und Botanischer Garten / Universität Hamburg
Telefon: +49 (0) 40-42816-260 & -533
http://www.biologie.uni-hamburg.de/bzf/fb0a058/fb0a058.htm
http://www.biologie.uni-hamburg.de/bzf/fbra053/fbra053.htm
Zum Wissenschaftlichen Begleitvorhaben GLUES:
Andreas Werntze, Msc.
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Telefon: +49 (0) 341-235-1816
http://www.ufz.de/index.php?de=19263
oder über
Tilo Arnhold (UFZ-Pressestelle)
Telefon: 0341-235-1635
http://www.ufz.de/index.php?de=640
Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 1000 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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Tilo Arnhold Helmholtz-Zentrum

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