Bundesrepublik hat Konvention zum Verbot langlebiger Umweltgifte ratifiziert

Die Bundesrepublik Deutschland hat bei den Vereinten Nationen in New York zwei Urkunden hinterlegt, mit denen sie internationale Vereinbarungen zum weltweiten Verbot von langlebigen Umweltgiften ratifiziert. Zum einen handelt es sich dabei um das Stockholmer Uebereinkommen vom Mai 2001, der sogenannten „POP-Konvention“, zum anderen um das Protokoll ueber persistente organische Schadstoffe (POP) zum Genfer Luftreinhalteabkommen, das Deutschland 1998 gezeichnet hat. „Deutschland gehoert zu den ersten Staaten, die das Stockholmer Uebereinkommen ratifiziert haben. Das zeigt, welchen hohen Stellenwert wir der vollstaendigen Reduzierung dieser gefaehrlichen Chemikalien beimessen“, sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin.

Das weltweite Verbot fuer das „dreckige Dutzend“ im Rahmen der POP-Konvention, darunter fuer Dioxine und PCB, ist nach Ansicht des Ministers ein grosser Erfolg fuer den Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie ein bedeutsamer Schritt beim Aufbau eines umfassenden internationalen Chemikalienmanagements. „Mit der zuegigen Ratifizierung der Vereinbarung haben wir zugleich deutlich gemacht, dass wir es ernst meinen mit der deutschen Bewerbung um den Sitz des Konventionssekretariats“, sagte Juergen Trittin. Diese Entscheidung wird auf der 1. Vertragsstaatenkonferenz nach Inkrafttreten des Uebereinkommens getroffen, d.h. wenn 50 Ratifikationsurkunden hinterlegt wurden.

Die POP-Konvention sieht ein weltweites Verbot der Herstellung und Verwendung von zunaechst 12 Umweltgiften vor, darunter fuer 8 Pflanzenschutzmittel wie u.a. DDT, fuer Dioxine, Furane sowie polychlorierte Biphenyle (PCB) und Hexachlorbenzol. Diese Stoffe zeichnen sich durch ihre Giftigkeit, Langlebigkeit und ihr Potenzial, sich in der Umwelt und der Nahrungskette anzureichern, aus.

Innerhalb der EU sind die Pflanzenschutzmittel unter den POPs seit langem verboten. Fuer andere Stoffe wie PCB und Dioxine gelten in Deutschland und der EU scharfe Bestimmungen und strenge Grenzwerte. Da die Entwicklungslaender nach Auffassung Trittins die Hauptlast bei der Umsetzung der Konvention tragen, muessen sie von den Industriestaaten finanziell und technisch unterstuetzt werden.

Ansprechpartner für Medien

Michael Schroeren BMU Pressedienst

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz

Dieser Themenkomplex befasst sich primär mit den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und den auf sie wirkenden Umweltfaktoren, aber auch im weiteren Sinn zwischen einzelnen unbelebten Umweltfaktoren.

Der innovations report bietet Ihnen interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Klimaschutz, Landschaftsschutzgebiete, Ökosysteme, Naturparks sowie zu Untersuchungen der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Getreidelagerung: Naturstoffe wirksamer als chemische Insektizide

Senckenberg-Wissenschaftler Thomas Schmitt hat die Wirksamkeit von Kieselerde und einem parasitischen Pilz als Schutz vor Schadinsekten an Getreide im Vergleich zu einem chemischen Insektizid untersucht. Gemeinsam mit Kollegen aus Pakistan…

Bioinspirierte Robotik: Von Libellen lernen

Forschungsteam der Uni Kiel entschlüsselt Fangapparat der aquatischen Jäger. Es ist eine Hochgeschwindigkeitsbewegung: In Sekundenbruchteilen schnellt das Mundwerkzeug der Libellenlarve nach vorn, um ihre Beute zu greifen. Jahrzehntelang waren Forschende…

Wasserstoffbasierte Fahrzeugantriebe

TH Nürnberg startet Forschung auf dem Wasserstoff-Campus Im Oktober 2020 hat die TH Nürnberg eine Kooperationsvereinbarung mit MAN und der FAU zur Forschung und Entwicklung von wasserstoffbasierten Fahrzeugantrieben geschlossen. Nun…

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen