Bei der Sanierung unserer Flüsse müssen wir neue Wege gehen

„Wir müssen herkömmliche Denk- und Verfahrensweisen überwinden und bereit sein, neue Wege zu gehen“, sagte Klug bei einer Fachtagung des Naturschutzbundes NABU zum Abschluss des Projekts „Lebendiger Rhein – Fluss der tausend Inseln“ in Mainz.

Über zwei Jahrhunderte hat beim Rhein die zunehmende wirtschaftliche Nutzung zu Wasserverschmutzung und ökologischer Verarmung geführt. Die stofflichen Belastungen konnten inzwischen soweit vermindert werden, dass der Rhein mittlerweile als „mäßig belasteter Fluss“ gilt.

„Das nächste Ziel ist die ökologische Sanierung nach den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Die vom NABU durchgeführten Modellprojekte sind Beispiele, wie der ökologische Zustand des Rheins und anderer Flüsse verbessert werden Kann“, sagte Klug.

Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und anderer Sponsoren hat der NABU im Rahmen des Projekts „Lebendiger Rhein – Fluss der tausend Inseln“ in den letzten fünf Jahren 15 modellhafte Teilprojekte durchgeführt, bei denen Uferabschnitte des Rheins in einen naturnäheren Zustand versetzt wurden. Ein Beispiel dafür ist der Rückbau einer Ufermauer und die anschließende Bepflanzung bei Ingelheim. An anderer Stelle wurden Flutmulden hergestellt oder Nebengerinne zum Rheinhauptstrom geöffnet.

Bei der Durchführung der Projekte durfte die Schifffahrt auf dem Rhein nicht beeinträchtigt werden. Deshalb würdigte Astrid Klug besonders die neue Qualität der Zusammenarbeit bei den Projekten, vor allem zwischen NABU und Wasser- und Schifffahrtsstraßenverwaltung. „Die Modellhaftigkeit dieser Zusammenarbeit steht der Modellhaftigkeit der Projekte für die ökologische Verbesserung des Rheins nicht nach“, betonte Klug.

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Michael Schroeren BMU-Pressereferat

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