Biogasanlage Loick: Ökologische Notwendigkeit und ökonomischer Nutzen

Staatssekretär Jörg Hennerkes gibt Startschuss für Biogasanlage in Dorsten-Lembeck

„Die Biogasanlage ist ein überzeugendes Beispiel, wie man ökologische Notwendigkeit und ökonomischen Nutzen intelligent verknüpfen kann. Ihr Projekt hat Vorbildfunktion für die gesamte Branche.“ Mit diesen Worten gab Staatssekretär Jörg Hennerkes aus dem Wirtschaftsministerium in Düsseldorf heute den Startschuss für die Biogasanlage der ENR Energiegesellschaft nachwachsender Rohstoffe mbH auf dem Hof Loick in Dorsten-Lembeck. Mehr als 120 Gäste nahmen an der Eröffnungsfeier teil.
Die Anlage, die in Zusammenarbeit mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut UMSICHT entstand, ist ein Pilotprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen. Vorbildlich sind das hohe technische Niveau des Biokraftwerks sowie die ausgefeilte Nutzung der erzeugten Energie. Die Anlage demonstriert in beispielhafter Weise eine nachhaltige, naturnahe und profitable Kreislaufwirtschaft: Im landwirtschaftlichen Betrieb angebaute Rohstoffe werden in der benachbarten VNR zu natürlichen Verpackungsmaterialien verarbeitet. Die dabei anfallenden Reststoffe werden zusammen mit Bioabfällen, landwirtschaftlichen Produkten und der hofeigenen Gülle in der Biogasanlage vergoren. Das dabei entstehende Methangas wird in einem Gasmotor in Strom und Wärme umgewandelt. Die verbleibende Flüssigkeit ersetzt als hochwertiger Naturdünger teuren Mineraldünger. Aus der Überschusswärme, die normalerweise ungenutzt verpufft, wird in Lembeck Kälte zur Maschinenkühlung und zur Stallklimatisierung erzeugt. So wird die zur Verfügung stehende Energie nahezu vollständig genutzt, die Wirtschaftlichkeit der Anlage verbessert und eine maximale CO2-Einsparung erreicht.
Damit liegt das Projekt genau auf der Linie der Landesregierung wie Staatssekretär Hennerkes betonte, deren Klimaschutzkonzept unter anderem auf eine deutliche Steigerung des Beitrags unerschöpflicher Energien ausgerichtet ist. Das Projekt zeige, wie die ENR zusammen mit Fraunhofer UMSICHT wissenschaftliche Innovation anwende und durch Akzeptanz neue Märkte erschließe. Hennerkes gratulierte Landwirt und Unternehmer Hubert Loick zu seiner „ökologisch verantwortungsvollen und gleichzeitig unternehmerisch geschickten Entscheidung.“
Die ENR gibt die Erfahrungen auch an andere Landwirte, die neue Wege gehen wollen, weiter, indem sie Biogasanlagen plant, baut und bei Betrieb und Finanzierung hilft. Gleichzeitig richtet man in Lembeck den Blick nach vorne, wie ENR-Geschäftsführer Daniel Hölder ausführte: Bald schon wird eine Mikroturbine mit Biogas getestet und eine Brennstoffzelle ist ebenfalls geplant.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Daniel Hölder, Tel. 0208 / 8598-184
Dr.-Ing. Stephan Kabasci, Tel. 0208 / 8598-164

Media Contact

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz

Dieser Themenkomplex befasst sich primär mit den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und den auf sie wirkenden Umweltfaktoren, aber auch im weiteren Sinn zwischen einzelnen unbelebten Umweltfaktoren.

Der innovations report bietet Ihnen interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Klimaschutz, Landschaftsschutzgebiete, Ökosysteme, Naturparks sowie zu Untersuchungen der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Durch maschinelles Lernen Stoffklassen erkennen

Bioinformatiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben gemeinsam mit Kollegen aus Finnland und den USA eine weltweit einmalige Methode entwickelt, bei der alle Metaboliten in einer Probe berücksichtigt werden können und sich…

Fingerkuppen-Sensor mit Feingefühl

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Tokyo haben einen ultradünnen Mess-Sensor entwickelt, der wie eine zweite Haut auf der Fingerkuppe getragen werden kann. Dadurch bleibt…

Harzer Stausee drohen italienische Wassertemperaturen

Die Rappbodetalsperre im Harz ist die größte Trinkwassertalsperre in Deutschland und beliefert rund 1 Mio. Menschen mit Trinkwasser. Der Klimawandel könnte nun dafür sorgen, dass die Wassertemperaturen in dem Stausee…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close