Schadstoffausstoss wird international begrenzt "Multikomponentenprotokoll" tritt in Kraft

Als bedeutenden Schritt zur internationalen Reduzierung von Luftschadstoffen hat Bundesumweltminister Juergen Trittin das Inkrafttreten des sogenannten „Multikomponentenprotokolls“ bezeichnet. Trittin: „Die Minderung von Feinstaeuben in der Luft ist die draengendste Aufgabe der Luftreinhaltung. Angesichts der aktuellen Diskussion ueber die Feinstaubbelastung bekommt das Protokoll eine besondere Bedeutung. Mit ihrem Konzept zur Foerderung sauberer Diesel-Pkw hat die Bundesregierung gerade das richtige Signal gesetzt, die gesundheitsschaedlichen Partikelemissionen des Verkehrs zu reduzieren.“

Das Multikomponentenprotokoll, das morgen (17.5.) in Kraft tritt, ist eine UEbereinkunft zur internationalen Bekaempfung von Versauerung, Eutrophierung (UEberduengung) und dem durch Ozon verursachten Sommersmog. In dem Protokoll werden die jaehrlichen Emissionen von Schwefeldioxid, Stickstoffoxiden, Ammoniak und leicht fluechtiger Kohlenwasserstoffe (VOCs) durch Einfuehrung nationaler Hoechstmengen begrenzt. Die genannten schaedlichen Gase wandeln sich in der Luft ueber Aerosole zu den gesundheitsschaedlichen sekundaeren Feinstaeuben um. Das Protokoll war im Dezember 1999 in Goeteborg unter dem Dach der Genfer Luftreinhaltekonvention geschlossen worden. Es ist bisher von 16 Vertragsparteien, darunter Deutschland und weitere 13 europaeische Staaten, der EU und den USA ratifiziert worden.

Deutschland hatte im vergangenen Jahr innerhalb der Genfer Luftreinhaltekonvention eine Initiative zur Senkung der Feinstaeube gestartet. Ziel ist es, schnellstmoeglich neue internationale Regelungen zur Feinstaubsenkung zu vereinbaren. Die dafuer unter deutscher und britischer Leitung eingesetzte internationale Expertengruppe tritt in der naechsten Woche, am 23. und 24. Mai, erstmals in Berlin zusammen.

Trittin wies auf die Erfolge der Genfer Konvention hin. So wurden europaweit seit 1980 die Emissionen von Schwefeldioxid um fast 80 %, von Stickoxid sowie die der VOCs um ca. 30 % vermindert. In Deutschland betraegt die Emissionsminderung bei Schwefeldioxid sogar ueber 90%, bei Stickoxiden sowie bei den VOCs mehr als 50%.

Hinweis: Weitere Informationen zum Multikomponentenprotokoll sind im Internet ( www.bmu.de/35492 ) abrufbar. Neu erscheint auch die Broschuere „Viel Sommer wenig Smog“, die kostenlos beim Bundesumweltministerium erhaeltlich ist (Postfach 30 03 61, 53183 Bonn), Telefon: 01888/305-3355, Fax: 01888/305-3356, E-Mail: bmu@broschuerenversand.de . (Bestell-Nr. 2710 angeben). Die Broschuere ist auch im Internet unter www.bmu.de/publikationenwww.bmu.de/publikationen abrufbar.

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Michael Schroeren BMU-Pressereferat

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