Elektronische Nasen spüren Umweltgifte auf

Jochen Seufert


Umweltschutz und Altlastenerfassung sind zwei sehr wichtige Forschungsgebiete der Angewandten Geologie. Um die Schäden vor Ort zu analysieren, bedarf es ausgefeilter Technologien. Häufig werden die Forscher durch die räumliche Trennung von Probenentnahme und Analytik vor große Probleme gestellt. Dank der Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere im Bereich der Mikroelektronik, ist es inzwischen möglich, Kleinlabors im Feld zu errichten, die eine differenzierte Erfassung der Schäden erlauben.

Bei der Tagung "Field Screening Europe 2001", die vom 14. bis 16. Mai in den Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe stattfindet, werden neueste Erkundungsmethoden und Entwicklungen im Bereich der Vor-Ort-Analytik vorgestellt. Bei der Konferenz werden in zahlreichen Vorträgen und Postern Strategien und Techniken diskutiert, mit denen Verunreinigungen in Boden, Wasser und Luft erkannt und überwacht werden können. Auf einer begleitenden Industrieausstellung haben Unternehmen die Möglichkeit sich über Neuheiten zu informieren oder selbst für ihre Produkte zu werben.

Vorgestellt werden zum Beispiel "elektronische Nasen", die Leckagen in der chemischen Industrie oder störende Gerüche in der Umwelt registrieren können. Die KArlsruher MIkroNAse "KAMINA", die am hiesigen Forschungszentrum entwickelt wurde, ist – obwohl nur etwa so groß wie ein Mobiltelefon – multifunktional einsetzbar: in Auto, Haushalt, Klimatechnik, Brandschutz, medizinischer Diagnostik oder zur Untersuchung von Bodenkontamination. Vertreten ist auch die Feuerwehr Mannheim, die neue Vor-Ort-Erkundungsmethoden bei akuten Stör- und Unfällen vorstellt.

Veranstalter ist die Universität Karlsruhe (TH) in Verbindung mit dem Forschungszentrum Umwelt (FZU), der Landesanstalt für Umweltschutz und dem Forschungszentrum Karlsruhe.

Weitere Informationen:
Dipl.-Geol. Tanja Liesch
Tel.: (0721) 608 4846
E-Mail: conferences@fzu.uni.karlsruhe.de

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