Badegewässer: 94 Prozent erfüllen Mindeststandards

Was die Wasserqualität an europäischen Badeorten betrifft, haben Gäste und heimische Wasserratten nichts zu befürchten. Wie aus dem aktuellen Jahresbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) hervorgeht, erfüllten im Jahr 2012 rund 94 Prozent aller Badegewässer innerhalb der EU die entsprechenden Mindeststandards.

An 78 Prozent der Standorte wird die Wasserqualität sogar als „hervorragend“ eingestuft. Auch die Entwicklungstendenz ist positiv: Die Anzahl der Badeorte, die den Mindestanforderungen entsprechen, ist gegenüber dem Bericht des Vorjahres um beinahe zwei Prozent nach oben geklettert.

Bevölkerung für sauberes Baden

„Der Schutz der Gewässer ist in Österreich ein von der Bevölkerung breit mitgetragenes Anliegen. Attraktive und saubere Badegewässer werden besonders in heißen Sommertagen geschätzt und sind damit Teil unserer besonderen Lebensqualität“, erklärt Karl Schwaiger, Abteilungsleiter Internationale Wasserwirtschaft im Lebensministerium http://lebensministerium.at , gegenüber pressetext. Saubere Badegewässer seien zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Hinblick auf Österreichs Tourismus.

„Österreich hat sich seit Jahrzehnten um die Reinhaltung seiner Gewässer bemüht“, betont der Experte. Die erzielten Erfolge würden sich auch im europaweiten Vergleichen zeigen. „Besonders erfreulich am aktuellen EUA-Bericht ist, dass fast alle Badegewässer 2012 – mit einer einzigen Ausnahme – den Vorgaben entsprochen haben. In den Vorjahren waren es doch jeweils einige, die das nicht geschafft haben. Dies ist ein ausgezeichnetes Ergebnis“, meint Schwaiger.

Verbesserung gegenüber Vorjahr

Insgesamt hebt die EUA vor allem Zypern und Luxemburg hervor, die sich an allen ihren Badeorten durch eine hervorragende Wasserqualität auszeichnen. In acht weiteren Ländern liegt die Anzahl der Standorte mit hervorragenden Qualitätswerten über dem EU-Durchschnitt: Malta (97 Prozent), Kroatien (95 Prozent), Griechenland (93 Prozent), Deutschland (88 Prozent), Portugal (87 Prozent), Italien (85 Prozent), Finnland (83 Prozent) und Spanien (83 Prozent). „Dies ist eine Verbesserung gegenüber den Ergebnissen des Vorjahres und eine Fortsetzung der positiven Entwicklung seit Beginn der Überwachung der Badegewässer nach der Badegewässerrichtlinie im Jahr 1990“, so die EUA.

„Es ist ermutigend zu sehen, wie sich die Qualität der europäischen Badegewässer kontinuierlich verbessert. Aber es bleibt noch viel zu tun, bis alle unsere Gewässer Trinkwasser- und Badegewässerqualität haben und die aquatischen Ökosysteme gesund sind. Wasser ist eine wertvolle Ressource, und wir müssen alle erforderlichen Maßnahmen anwenden, um diese Ressource umfassend zu schützen“, erklärt EU-Umweltkommissar Janez Potocnik. „Der heutige Bericht zeigt, dass die Badegewässerqualität generell sehr gut ist, einige Orte aber noch mit Umweltbelastungen zu kämpfen haben. Deshalb fordern wir die Bürger auf zu prüfen, wie ihre bevorzugten Badeorte eingestuft werden“, ergänzt EUA-Exekutivdirektorin Jacqueline McGlade.

Informationen im Web verfügbar

Wer sich selbst ein Bild von der Wasserqualität heimischer Badegebiete machen möchte, für den hält die Europäische Umweltagentur auch online einiges an Wissenswertem parat. Hilfreich sind das Wasserinformationssystem für Europa http://water.europa.eu und die Web-Anwendung „WaterWatch“ auf der „Eye on Earth“-Webseite der EUA http://eyeonearth.org .

Hier können EU-Bürger die Qualität der Badegewässer an 22.000 Küstenstränden und Binnengewässerbadestellen in ganz Europa überprüfen. Die Daten können auf einer interaktiven Karte für ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region angezeigt und mit den Daten aus den Vorjahren verglichen werden.

Media Contact

Markus Steiner pressetext.redaktion

Weitere Informationen:

http://eea.europa.eu

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